08.08.2019

Von: Arne Stenger

Schutz und Gesundheit von Wildtieren gehen vor!

Das Gastspiel vom „Circus Krone “, welcher mit Wildtiervorführungen  auf dem Kieler Wilhelmplatz im August 2019 gastiert, ruft Andreas Arend (SPD), Arne Stenger (Bündnis 90/Die Grünen) und Ingmar Soll (FDP) auf den Plan: „Andere Städte, wie Karlsruhe, haben es vorgemacht und wenn es nach uns geht, wird auch Kiel ein Wildtierverbot in Zirkussen erlassen.“ 

„Ein Wildtierverbot in Zirkusbetrieben ist seit Jahren auf dem Plan, leider sind wir bisher damit immer gescheitert, da ein Verbot auf kommunaler Ebene formaljuristisch nicht umsetzbar sein soll.  Deshalb hat sich die Kieler Ratsversammlung bereits im Februar dieses Jahres für eine Prüfung des Verbots von Wildtieren in Zirkussen ausgesprochen (Drs. 0181/2019)“, erklären Andreas Arend, Arne Stenger und Ingmar Soll. 

Für die Kieler Rathauskooperation ist es nicht nur der Aspekt einer nicht artgerechten Haltung, der die Ablehnung begründet: „Uns geht es um die zweifelhafte Vorbildfunktion solcher Vorführungen, “ so Arend, Stenger und Soll. Nach ihrer Meinung sollten Kindern nicht vorgeführt werden, wie Tiere mit Dressurmethoden gefügig gemacht und so zur gesellschaftlichen Unterhaltung einsetzt werden. Abzulehnen sei auch die Unterbringung der Tiere in beengten und naturfernen Umgebungen sowie ein nicht artgerechtes Leben mit ständigen Ortswechseln. Und: „Ansätze natürlichen Verhaltens, wie die Behauptung eines Reviers oder der Reflex von Flucht vor Mensch und Fressfeinden, sind durch die mobilen Gehege eines Zirkus‘ komplett unmöglich.“

Kinder sollten Tiere in der Natur erleben. Deshalb sei, so die Sprecher, der Erhalt der Naturräume notwendig, die auch für Besucher*innen erlebbar sein sollten. Darin spielten auch großräumige Wildgehege, wie sie beispielsweise in der Landeshauptstadt Kiel unterhalten werden, ebenso eine Rolle wie zoologische Gärten, solange dort ein Hauptaugenmerk auf einer artgerechten Haltung liege. Arend, Stenger und Soll: „Menschen für Artenschutz zu sensibilisieren, wird nicht durch nicht artgerechte Dressuren, sondern durch das Kennenlernen von Natur erreicht.“

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