31.10.2013

Von: Lutz Oschmann

Ostseehalle bleibt

An der Ostseehalle prangt groß das Logo Sparkassenarena, dafür ist bestimmt eine größere Summe gezahlt worden, und 95% der Menschen nennen die Halle nach wie vor Ostseehalle.  

 

Der Begriff Ostseehalle wird bleiben. Die Menschen, die die Ostseehalle besuchen zu Messen, Sportereignissen oder Konzerten verbinden schöne Erlebnisse mit der Halle und für sie bleibt ein schöner Abend und eine schöne Erinnerung mit der geliebten Ostseehalle.

 

Vor ein paar Jahren war ich mit meinem Sohn bei einem Konzert der Ärzte. Irgendwann während der Show brüllte der Sänger Fahrin Urlaub in die tobende Menge:

Wie heißt diese Halle? und die Leute brüllten zurück „Ostseehalle“. Und dann noch mal, wie heißt diese Halle?

Gebrüllte Antwort aus 10.000 Kehlen Ostseehalle.

 

In Deutschland gibt es viele Beispiele für Umbenennungen von Sportstätten wobei der Ursprungsname bei der Bevölkerung weiter lebt.

Ich nenne als besonders markantes Beispiel das Volksparkstadion in Hamburg, wo der HSV spielt. Das Stadion ist schon mehrmals umbenannt worden. Ab Juni 2001 bis Juli 2007 hieß es AOL-Arena. Dann bis Juni 2010 HSV Nordbank Arena und jetzt lautet der Name Imtech-Arena. Es glaubt doch wohl kein Mensch hier im Ratssaal, dass die HSV-Fans sich für einen Besuch der Imtech-Arena verabreden. Nein sie besuchen, wie immer das Volksparkstadion oder das HSV-Stadion.

 

Würde in Kiel das Fußballstadion irgendwann mal in Citti-Park-Arena umbenannt, die Fans von Holstein Kiel würden weiterhin ins Holsteinstadion pilgern.

 

Die Kooperation möchte eine Resolution beschließen lassen, in der wir unseren Wunsch nach Rücktaufe ausdrücken. Der Stadtpräsident soll diesen Beschluss dem Präsidenten des Sparkassenverbandes überreichen.

 Ich bitte um breite Zustimmung

Kategorien:Fraktion Rede Wirtschaft
URL:http://gruene-kiel.de/ratsfraktion/reden/reden-single/article/ostseehalle_bleibt/