Lebensqualität von jungen Menschen steigern – Einrichtung von Flächen für nicht kommerziellespontane Freiluftveranstaltungen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel möge beschließen:
Die Coronapandemie und die diversen Krisen haben die Jugendkultur in Kiel und
überall beinahe zum Erliegen gebracht, junge Menschen haben vieles aufgeben und
sich zurücknehmen müssen. Das und viele weitere Faktoren führen zur psychischen
Belastung und zu konsequent zunehmender Unzufriedenheit junger Menschen. Im
europäischen Vergleich landet die subjektive Zufriedenheit von jungen Menschen
in Deutschland auf dem vorletzten Platz, hinter Estland und vor Bulgarien. Das
können wir so nicht hinnehmen!

Die bisherige Debatte in Kiel über Jugendkultur im Außenbereich ist zu stark
durch Verbote, wie das Lärmverbot im Schrevenpark oder Videoüberwachungen an der
Kiellinie geführt worden. So werden junge Menschen aus dem öffentlichen Raum
gedrängt, statt ihnen Flächen zur Entfaltung zuzugestehen.

Wir wollen jungen Menschen in Kiel die Möglichkeit geben, legal draußen zu
feiern, denn in Kiel fehlt es an Flächen, auf denen junge Menschen laut sein
können. Deshalb fordern wir in Anlehnung an das “Ortsgesetz über nicht
kommerzielle spontane Freiluftpartys” der Hansestadt Bremen:

  • Die Einrichtung einer Möglichkeit für junge Menschen, legale Freiluftveranstaltungen auf öffentlichen Flächen anzumelden.
  • Die Überprüfung von geeigneten Flächen, welche von der Stadt Kiel für diesen Zweck ausgewiesen werden.
  • Für die Anmeldung und ordnungsgemäße Durchführung einer Freiluftveranstaltungen sollen keine Gebühren erhoben werden.

Als Veranstaltungsorte für Freiluftveranstaltungen sollen grundsätzlich
ausgenommen werden:
1. geschützte Kulturdenkmäler
2. Naturschutzgebiete
3. Landschaftsschutzgebiete, in denen ein Betreten oder eine Störung der Ruhe der Natur durch Lärm ausdrücklich durch Rechtsverordnung verboten ist.