Liebe Kieler*innen, liebe Freund*innen,
ich wünsche euch allen ein gutes, gesundes und zuversichtliches neues Jahr.
Ich hoffe, ihr konntet die Weihnachtstage nutzen, um ein wenig durchzuatmen, Kraft zu sammeln und Zeit mit Menschen zu verbringen, die euch wichtig sind. Auch wir als Grüne Ratsfraktion sind erholt aus der Weihnachtspause zurück und mit viel Energie ins neue Jahr gestartet.
2026 wird für Kiel ein spannendes Jahr. Wir freuen uns sehr darauf, im Frühjahr mit einem Grünen Oberbürgermeister gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen und wichtige Zukunftsprojekte voranzubringen. Klar ist aber auch: Bevor wir richtig durchstarten können, steht eine zentrale Aufgabe an: Die Besetzung der beiden offenen Dezernatsposten. Hier geht es um viel für Kiel. Deshalb ist für uns entscheidend, dass diese Positionen mit hoher fachlicher Kompetenz, Erfahrung und einem klaren Blick für die Herausforderungen unserer Stadt besetzt werden.
Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst, denn gute Verwaltungsspitzen sind die Grundlage für verlässliche Politik, für kluge Entscheidungen und für eine ökologische und soziale Stadtentwicklung. Genau dafür setzen wir uns ein. Gemeinsam, konstruktiv und mit dem festen Ziel, Kiel weiter nach vorne zu bringen.
Ich freue mich auf die kommenden Monate und auf den Austausch mit euch.
Herzlich,
Anke Oetken
Fraktionsvorsitzende
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel

Verantwortung für Kiel – warum Haltung zählt
In der letzten Ratsversammlung ging es um ein Thema, das auf den ersten Blick technisch klingt, uns aber alle betrifft: die Besetzung zweier Dezernent*innenstellen. Unsere Fraktionsvorsitzende Anke Oetken hat die Aktuelle Stunde genutzt, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken und genau das möchten wir auch mit euch teilen.
Denn Politik ist mehr als formale Abläufe oder Personalfragen. Politik beginnt dort, wo unser Alltag gestaltet wird: bei guter Bildung, bei Angeboten für Kinder und Jugendliche, bei Kultur, Sicherheit, Ordnung und einer Verwaltung, die verlässlich für die Menschen da ist. Oder, wie Anke es treffend gesagt hat: „Essen ist politisch – und Stadtpolitik erst recht.“
Genau deshalb ist uns der Auswahlprozess für die beiden freiwerdenden Dezernate so wichtig. In der grün-roten Kooperation gehen wir diesen Weg bewusst sorgfältig, offen und nachvollziehbar. Wir haben uns intensiv mit den Bewerbungen beschäftigt, uns Zeit für Abwägungen genommen und unsere Überlegungen ratsöffentlich gemacht. Transparenz und Dialog sind dabei keine Schlagworte, sondern gelebte Praxis. Andere Fraktionen wurden ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen.
Wenn in solchen Debatten von „politischer Besetzung“ die Rede ist, wollen wir eines klarstellen: Für uns geht es nicht um Parteibücher. Es geht um Haltung. Um Menschen, die fachlich stark sind, Verantwortung übernehmen können und einen klaren Kompass für das Gemeinwohl haben. Gesucht sind Persönlichkeiten mit Führungserfahrung, Kompetenz und dem Willen, Kiel im Sinne aller weiterzuentwickeln.
Das ist unser Maßstab. Und das ist auch unser Verständnis von guter Kommunalpolitik: wertegeleitet, transparent und dem Gemeinwohl verpflichtet.

Kieler Konzertsaal feiert Comeback
Über vier Jahre wurde das Konzerthaus am Kieler Schloss saniert. Vorletztes Wochenende war es nun endlich so weit und der Konzertsaal öffnete seine Türen.
Als grüne Ratsfraktion legen wir besonderen Wert auf die soziale und kulturelle Vielfalt. Der neue Konzertsaal soll daher nicht nur ein Ankerpunkt für internationale Künstler*innen sein, sondern auch für die Kieler Stadtgesellschaft offenstehen und Raum für generationsübergreifende Begegnungen bieten.
Weitere grüne Highlights:
- Eine konsequente Ausrichtung auf Barrierefreiheit, denn Kultur muss für alle zugänglich sein
- Nachhaltigkeit war von Beginn an ein Teil des Konzepts, so schaffen wir Kultur mit Verantwortung
- Denkmalschutz und moderne Technik – so sieht Zukunft aus

Warum wir beim sozialen Wohnungsbau genau hinschauen
In der vergangenen Ratsversammlung stellte die Verwaltung einen Antrag, der die Forderung nach gefördertem Wohnraum in städtebaulichen Verträgen neu ausgestaltet hätte. Wir haben diesen Antrag vertagt. Denn wir wollen dem so nicht zustimmen. Sozialer Wohnraum ist eines unserer Kernthemen. Deswegen wollen wir die Zeit bis zur nächsten Ratsversammlung nutzen, um uns noch einmal zu beraten.
Was hätte der Antrag der Verwaltung für Kiel bedeutet?
Im Juni 2024 haben wir uns für eine Quote von 30 % für sozial geförderten Wohnungsbau in Kiel eingesetzt. Der Antrag der Verwaltung sieht vor, dass diese Quote ersatzlos verfällt, wenn das Land Schleswig-Holstein einen Antrag auf soziale Wohnraumförderung zweimal ablehnt.

Kiel gemeinsam altersfreundlich gestalten
Nachtrag aus der letzten Dezember-Ratsversammlung:
Ein Viertel aller Kielerinnen und Kieler ist inzwischen über 60 Jahre alt. Viele von ihnen sind aktiv, engagiert und gestalten unsere Stadt mit. Für uns Grüne ist deshalb klar: Eine altersfreundliche Stadt entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Dialog und ganz konkret vor Ort.
Unsere sozialpolitische Sprecherin Karla Frieben-Wischer bringt es auf den Punkt: Über Menschen zu reden reicht nicht. Wir müssen mit ihnen reden. Genau deshalb wollen wir den Austausch gemeinsam mit dem Senior*innenbeirat, im Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit und mit allen Betroffenen führen. Denn gutes Älterwerden geht uns alle an – heute und in Zukunft.
Uns ist dabei besonders wichtig, die Generationen zusammenzudenken. Eine Nachbarschaft, die für ältere Menschen gut funktioniert, ist auch ein guter Ort für Familien, Kinder und Menschen mit Behinderungen. Altersfreundlichkeit heißt: kurze Wege, sichere Mobilität, bezahlbares und barrierearmes Wohnen sowie eine Pflege, auf die man sich verlassen kann.
Unser senior*innenpolitischer Sprecher Karl Stanjek macht deutlich, worauf es jetzt ankommt: Kiel braucht eine Stadt der kurzen Wege. Breite und sichere Geh- und Radwege, kleine Quartiersbusse, die den Alltag erleichtern, und Wohnungen, die bezahlbar und zugänglich sind. Genauso wichtig ist eine kommunale Pflegebedarfsplanung, die Angebote koordiniert, Lücken schließt und dafür sorgt, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Von der Nachbarschaftshilfe bis zur Kurzzeitpflege.
Internationale Initiativen wie die WHO-Initiative „Altersfreundliche Stadt“ können wertvolle Impulse geben. Entscheidend ist für uns aber vor allem eines: Was wirkt hier in Kiel, in den Quartieren, im täglichen Leben der Menschen.
Daran arbeiten wir – gemeinsam, zuhörend und mit dem klaren Ziel, Kiel für alle Generationen lebenswert zu machen.
Termine
21. Januar: AK Wirtschaft & Digitalisierung
22. Januar: AK Kultur
26. Januar: AK Umwelt, Klimaschutz & Mobilität
02. Februar: AK Umwelt, Klimaschutz & Moblität
03. Februar: AK Finanzen, Inneres & Gleichstellung
09. Februar: AK Umwelt, Klimschutz & Mobilität
16. Februar: AK Umwelt, Klimaschutz & Mobilität
17. Februar: AK Kultur
17. Februar: AK Schule & Jugend
18. Februar: AK Wirtschaft & Digitalisierung