Die Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel möge beschließen:
Der Wilhelmplatz ist zentral – nicht nur aufgrund seiner Lage in Kiel, sondern
auch aufgrund seiner geschichtlichen Rolle für die bundesdeutsche Demokratie.
Doch aktuell ist das demokratische Erbe des Platzes nicht erlebbar und als
Begegnungsort dient der Platz ebenso kaum. Es fehlt an Stadtgrün und die
versiegelten Flächen führen zur Aufheizung des Stadtraums. Dabei wäre so viel
mehr möglich, um die Gemeinschaft, das Leben und die Aufenthaltsqualität im
Quartier sowie das demokratische Bewusstsein der Kieler*innen weiter zu stärken.
Umgestaltung: Klimaanpassung, Wohnort und lebendige Begegnungsstätte für die
Kieler*innen
Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel möchten wir den Platz aufgrund seiner Geschichte
als Ort des Zusammenkommens erhalten und stärken. Um ihn zu begrünen, mit Leben
zu füllen und den gemeinschaftlich-demokratischen Charakter des Platzes zu
stärken, fordern wir:
- eine Teilbebauung des Wilhelmplatzes mit Wohnraum, unter anderem durch ein
klimaneutrales Wohnheim für Studierende,
- die Schaffung von gewerblichen Flächen,
- die Steigerung der Erholungsfunktion und der Aufenthaltsqualität durch
Sitzmöglichkeiten, Spielflächen, Flächen für sportliche Aktivitäten und
einen Ausbau der die Begrünung des Platzes, auch um das grüne Band
zwischen Schrevenpark und Schützenpark zu schließen
- eine Reduzierung der Versiegelung durch weniger Abstellflächen für
Kraftfahrzeuge.
- eine Überprüfung, ob die Nutzungsfrequenz durch großflächige
Veranstaltungen eine Oberflächenausbildung als Rasenfläche zumindest in
Teilflächen ermöglicht.
Aktuell wird der Wilhelmplatz hauptsächlich als Parkfläche, aber auch für
Jahrmärkte, den Zirkus oder Weihnachtsbaumverkäufe genutzt. Diese
Nutzungsinteressen denken wir mit:
- Die Parksituation im Quartier möchten wir durch den Verbund von
Anwohner*innen-Parkzonen sowie dem Quartiersparkhaus am Städtischen
Krankenhaus proaktiv gestalten.
- Nutzungen wie z.B. der Jahrmarkt, der Zirkus oder der
Weihnachtsbaumverkauf sollen erhalten bleiben. Der nahegelegene
Exerzierplatz sollte jedoch als ergänzende Ausgleichsfläche mitbedacht
werden.