Parkraumkonzept: Breiter Konsens ist wichtig

„Mit dem neuen Parkraumkonzept schaffen wir mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung öffentlicher Flächen zugunsten aller Verkehrsarten, und Parkflächen können effektiver genutzt werden“, erklären der baupolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Max Dregelies, der mobilitätspolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Jan Glienicke, und der Fraktionsvorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Marcel Schmidt. „Zur Mobilitätswende gehört die Abkehr von einer autogerechten Stadt. Viele Flächen stehen abends und nachts leer. Darum unterstützen wir die Freigabe eigener Parkflächen, etwa an Schulen, wenn diese nicht gebraucht werden. Auch Supermarkt- und Büroparkplätze bieten ein Potenzial, dass die Verwaltung in Gesprächen mit Eigentümern das Potenzial auslotet.“

„Das von der Stadtverwaltung nach langer und intensiver Debatte in den verschiedenen Beratungsgremien der Landeshauptstadt Kiel vorgelegte Parkraumkonzept hat eine breite politische Mehrheit“, stellen die Sprecher*innen von SPD, Grünen und SSW fest. Es setze darauf, bestehende Parkflächen effektiver zu nutzen, Bewohner*innen zu stärken und so mehr Fläche im Straßenraum für Fuß-, Rad- und Busverkehr zu schaffen.

Daneben sollen – wenn möglich – zusätzliche Bewohner*innenparkzonen entstehen. „Gerade im innerstädtischen Bereich erleben wir immer wieder, dass die Menschen sich mit dem Wunsch nach zusätzlichen Parkzonen für Anwohnende an die Ortsbeiräte wenden. Diesem Wunsch würden wir gerne nachkommen und so sicherstellen, dass die besonders belasteten Quartiere nicht zusätzliche Parkfläche etwa durch (Wohn-)Anhänger verlieren. Dazu soll geprüft werden, wo Quartiersparkhäuser in privater Hand entstehen könnten“, ergänzen Max Dregelies, Jan Glienicke und Marcel Schmidt.

„Von besonderer Bedeutung ist, dass wir alle Maßnahmen intensiv kommunizieren und diskutieren. Die Verkehrswende gelingt nur mit den Menschen dieser Stadt gemeinsam. Mit dem Parkraumkonzept haben wir die große Chance, mehr Platz für Fuß- und Radwege zu schaffen, aber auch mehr Lebensqualität in den öffentlichen Raum zu bringen. Eine regelmäßige Evaluation der Maßnahmen ist auf diesem Weg unverzichtbar“, schließen Max Dregelies, Jan Glienicke und Marcel Schmidt.

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