Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich dafür ein, Kiel konsequent zu einer altersfreundlichen Stadt weiterzuentwickeln. Nah an den Menschen und mit klarer sozialpolitischer Verantwortung.

Karla Frieben-Wischer, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, betont:
„Ein Viertel aller Kielerinnen und Kieler ist älter als 60 Jahre. Sie sind vielfältig engagiert und Teil dieser Stadt. Regel Nummer eins für eine altersfreundliche Stadt lautet deshalb: Wir reden nicht über Menschen, wir reden mit ihnen. Der richtige Ort für diesen Austausch ist zunächst der Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit gemeinsam mit dem Senior*innenbeirat und allen, die es betrifft. Wir denken Jung und Alt zusammen. Eine Nachbarschaft, die für ältere Menschen gut ist, ist ein guter Ort für Familien, Kinder, Menschen mit Behinderungen – für alle. Wir wollen in Kiel konkret handeln. Pflege braucht eine verlässliche kommunale Bedarfsplanung. Wohnen braucht bezahlbare, barrierearme Lösungen. Mobilität braucht Sicherheit und kurze Wege. Internationale Netzwerke wie die WHO-Initiative ‚Altersfreundliche Stadt‘ können dabei unterstützen. Entscheidend bleibt das, was hier vor Ort wirkt.“

Auch Karl Stanjek, senior*innenpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, unterstreicht den Handlungsbedarf:
„Wir Grünen machen Kiel fit für eine alternde Gesellschaft: Mit einer Stadt der kurzen Wege. Dafür braucht es gute Mobilität wie breite Geh- und Radwege, die Sicherheit bei Wind und Wetter bieten, sowie kleine Quartiersbusse, die zirkulär unterwegs sind und den Alltag erleichtern. Wir setzen uns für barrierefreie und bezahlbare Wohnungen ein und für die Beteiligung älterer Menschen an einer inklusiven Quartiersentwicklung. Eine kommunale Pflegebedarfsplanung bringt Träger und Anbieter an einen Tisch, koordiniert ambulante Angebote und sorgt für passgenaue Unterstützung – von der Nachbarschaft bis zur Kurzzeitpflege. Genau hier entscheidet sich, ob Altersfreundlichkeit spürbar wird.“

Der internationale Austausch zur altersfreundlichen Stadt ist ein sinnvoller Impuls. Die Zukunft Kiels entsteht jedoch im Quartier, im Dialog und mit konkreten Maßnahmen.