Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD begrüßen den aktuellen Sachstandsbericht der Verwaltung zu den Anlaufstellen Nachbarschaft (anna). Für die Kooperation wird deutlich: In den Kieler Ortsteilen wächst ein dichtes Netz der Unterstützung, das Menschen verbindet, Teilhabe ermöglicht und die Stadtgesellschaft nachhaltig stärkt.
Der seniorenpolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion, Karl Stanjek, betont:
„Die anna sind lebendige Treffpunkte im Quartier, die Einsamkeit verhindern wollen. Hier entstehen Gespräche am Küchentisch, neue Ideen zwischen Nachbar*innen und konkrete Hilfe im Alltag. Über 2.600 Beratungen im Jahr zeigen: Die Menschen suchen Orientierung, Gemeinschaft und Unterstützung – und sie finden sie vor Ort. Diese Strukturen tragen dazu bei, dass insbesondere ältere Menschen selbstbestimmt leben und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Genau das ist moderne Sozialpolitik auf Augenhöhe. Wir sehen in den Anlaufstellen Nachbarschaft einen zentralen Baustein für eine solidarische Stadtentwicklung. Generationenübergreifendes Engagement, digitale Teilhabe und interkulturelle Öffnung schaffen Perspektiven für eine vielfältige und inklusive Stadtgesellschaft.“
Anna-Lena Walczak, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, erklärt:
„Die Stadtteile, die keine Anlaufstelle Nachbarschaft hatten, wollten immer unbedingt eine haben und nun können wir sagen: Alle Stadtteile sind mit Anlaufstellen Nachbarschaft versorgt. Eine großartige Bilanz zum 10-jährigen Jubiläum. Gerade Senior*innen brauchen Treffpunkte nah an ihrem Wohnort mit kurzen Wegen, um Beratung zu erhalten und Kontakte zu knüpfen. Anlaufstellen Nachbarschaft sind ein Angebot gegen Einsamkeit – unabhängig vom Einkommen.
Das Konzept der Annas beruht auf gegenseitige Unterstützung der Senior*innen für die Senioren. Dadurch wird in jedem Ortsteil das für diesen Ortsteil relevante und erforderlich Angebot erbracht und das ehrenamtliche Engagement unterstützt. Auch auf stadtweite Hilfen wie die digitalen Gesandten oder den Pflegestützpunkt wird niederschwellig hingewiesen. Oder man trifft sich bei einem Plausch beim gemeinsamen Stricken und Kaffee trinken – so wird die manchmal anonyme Stadt zu einem Dorf, in dem man sich kennt. Die Annas sind ein nicht mehr wegzudenkender Ort der Begegnung geworden.“