Liebe Kieler*innen, liebe Freund*innen,
die Sommerpause ist vorbei und wir starten mit viel Energie in die zweite Hälfte des Jahres.
Hinter uns liegen einige heiße Wochen, die einmal mehr deutlich gemacht haben: Die Klimakrise ist längst mitten in unserem Alltag angekommen. Der diesjährige Sommer hat erneut viele Hitzetote gefordert. Auch in Kiel spüren wir die Folgen: Hitzeperioden werden häufiger und länger, Grünflächen leiden unter Trockenheit und Starkregen stellt unsere Stadt vor zusätzliche Herausforderungen.
Für uns ist klar: Kiel muss sich weiter auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten. Mit dem beschlossenen Rahmenkonzept Klimaanpassung haben wir dafür einen wichtigen strategischen Rahmen geschaffen. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen mehr Stadtgrün, Entsiegelung, Verschattung, öffentliche Trinkwasserspender und gute Lösungen für besonders hitzegefährdete Orte. Dafür wollen wir uns auch nach der Sommerpause mit Nachdruck einsetzen. Klimaanpassung darf nicht von kurzfristigen Förderprogrammen abhängen.
In unserer Fraktion gibt es außerdem eine personelle Veränderung: Unsere bisherige Ratsfrau Janine Blöhdorn hat ihr Mandat in der Ratsversammlung niedergelegt. Wir danken Janine für ihr Engagement und die gemeinsame Zeit in der Fraktion. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, Michael Stich neu in unserer Fraktion begrüßen zu dürfen. Vielen ist er bereits als engagiertes Mitglied des Ortsbeirates Elmschenhagen/Kroog bekannt. Künftig wird er unsere Fraktion im Kulturausschuss verstärken. Wir wünschen ihm einen guten Start und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.
Und natürlich steht in den kommenden Monaten ein großes Thema auf unserer politischen Agenda: der Haushalt 2027. Die Vorbereitungen laufen, und wer die Debatten im Rat verfolgt hat, weiß, das Geld ist knapp. Sascha Thümmler hat uns bereits einen Haushaltsentwurf vorgelegt, in dem die Verwaltung zu erheblichen Sparmaßnahmen angehalten wurde. Vor uns liegen harte Arbeit, intensive Beratungen und sicherlich auch schwierige Verhandlungen. Wir wollen den Haushalt trotz allem so gestalten, dass Kiel handlungsfähig bleibt und gleichzeitig wichtige Zukunftsinvestitionen nicht auf der Strecke bleiben. Dazu gehören für uns unter anderem gute Bildung und Betreuung, eine moderne Infrastruktur, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie bezahlbarer Wohnraum.
Es wird also nicht langweilig. Wir freuen uns darauf, die kommenden Monate gemeinsam mit euch zu gestalten. Herzlich,
Anke Oetken
Fraktionsvorsitzende
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel

Einladung: Kiel wächst. Wo wohnen wir morgen? – Chancen der Umnutzung & Nachverdichtung
Kiel wächst – und damit stellt sich die Frage, wo künftig neuer Wohnraum entstehen kann. Dafür müssen nicht immer neue Baugebiete ausgewiesen werden. Auch im bestehenden Stadtgebiet gibt es Potenziale: durch Umnutzung, Aufstockung und Nachverdichtung. Wie diese genutzt werden können, ohne die Qualität unserer Quartiere aus dem Blick zu verlieren, wollen wir gemeinsam diskutieren.
Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt dazu am Dienstag, 29. September 2026, um 18 Uhr zu einer öffentlichen Fach- und Diskussionsveranstaltung in den Ratssaal des Alten Rathauses Kiel ein.
Mit Prof. Nanni Grau, Architektin aus Berlin, und David Petersen, Raumplaner von der Europa-Universität Flensburg, diskutieren zwei Expert*innen über Praxisbeispiele und Möglichkeiten, zusätzlichen Wohnraum im Bestand zu schaffen. Die Kieler Baudezernentin Doris Grondke gibt anschließend einen Überblick über die Situation in Kiel.
Auf dem Podium geht es gemeinsam mit Sönke Bergemann, Geschäftsführer von Haus & Grund Kiel, und Arne Stenger, baupolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, unter anderem darum, wie private Eigentümer*innen und die Wohnungswirtschaft für zusätzlichen Wohnraum gewonnen werden können und wie Nachverdichtung mit einer guten Quartiersentwicklung verbunden werden kann.
Dienstag, 29. September 2026 | 18 Uhr
Ratssaal im Alten Rathaus Kiel, Eingang Waisenhofstraße Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hier lang zu weiteren Infos

Herzlich willkommen, Michael Stich!
Verstärkung für die Grüne Ratsfraktion: Michael Stich ist neu in die Kieler Ratsversammlung eingezogen. Der 55-Jährige rückt für Janine Blöhdorn nach, die ihr Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Wir danken Janine herzlich für ihr Engagement und ihre Arbeit für unsere Fraktion und für Kiel.
Michael Stich ist in der Kieler Kommunalpolitik kein Unbekannter. Seit 2018 engagiert er sich bei den Grünen und im Ortsbeirat Elmschenhagen, dessen stellvertretender Vorsitzender er war. Nun bringt er seine langjährige Erfahrung aus der Stadtteilarbeit in die Ratsversammlung ein.
„Wir freuen uns sehr, Michael Stich in unserer Fraktion begrüßen zu können. Er kennt die kommunalpolitische Arbeit aus eigener Erfahrung, ist fest in seinem Stadtteil verwurzelt und bringt einen wertvollen fachlichen Blick mit“, sagt Fraktionsvorsitzende Anke Oetken. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen Michael einen guten Start in der Ratsversammlung!
Hier findest du die gesamte Pressemitteilung

So lief die erste Sitzung nach der Sommerpause
Letzten Donnerstag fand die erste Ratsversammlung nach der Sommerpause statt. Dort wurde unser Antrag zur Verlängerung der Tarifmaßnahme 2ki beschlossen. Diese hatten wir 2021 eingeführt, um den ÖPNV attraktiver zu machen. Unsere Tarifstufe läuft im März 2027 aus, Fahrkarten würden dann in die Preisklasse 2 des SH-Tarifs fallen und teurer werden, bevor sie bei Einführung des neues SH-Tarifs wieder sinken würden. Dieses Tarif-Pingpong möchten wir verhindern und verlängern deswegen unsere Tarifmaßnahme 2ki.
Bisher fehlt es in Kiel an einer Gedenkstelle für queere NS-Opfer. Mit unserem Antrag, der in der Ratsversammlung beschlossen wurde, wollen wir das ändern und Menschen sichtbar machen, deren Verfolgung und Ermordung für lange Zeit zu wenig Raum in unseren Erinnerungen gefunden hat. Für all diese Menschen wollen wir eine Gedenkstelle schaffen und zeigen, dass Kiel ein Ort der Vielfalt ist, ein Ort an dem die Menschenwürde unantastbar ist, ein Ort, der für eine offene Stadtgesellschaft steht.
Der schleswig-holsteinische Landtag plant eine Änderung der wahlrechtlichen Vorschriften. Dies hätte die Verkleinerung von kommunalen Parlamenten zur Folge.
Die Kieler Ratsversammlung umfasst 49 ehrenamtliche Mitglieder. Gemeinsam mit SPD, CDU, SSW, DIE LINKE/Die PARTEI sowie der FDP setzen wir uns dafür ein, dass diese Anzahl an Sitzen auch in Zukunft bestehen bleibt, denn die Arbeit in der Ratsversammlung ist vielfältig und zeitintensiv. Ausschüsse, Fraktionsarbeit, Gespräche mit Bürger*innen, Terminen vor Ort und die Vorbereitung von Entscheidungen gehören zum kommunalpolitischen Alltag. Wenn mehr Verantwortung auf weniger Menschen verteilt wird, wächst die Belastung für die Engagierten. Kiel braucht eine Ratsversammlung, die der Größe und Verantwortung unserer Stadt gerecht wird. Demokratie lebt von Beteiligung, Vielfalt und einer starken kommunalen Stimme. Diese Stärke sollten wir bewahren. Die KielRegion hat 2025 zwei Masterpläne zum Thema Klima und Gesundheit vorgestellt. Sie nennen Maßnahmen, bündeln Wissen und Netzwerke, die der Region helfen resilient gegenüber der Klimakrise zu werden sowie dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft in einer gesunden und lebenswerten Region leben. In der Ratsversammlung wurde nun beschlossen, dass Kiel die beiden Masterpläne als strategische Grundlagen nutzen wird. Als Grüne Ratsfraktion begrüßen wir diesen Schritt sehr, denn gerade dieser Sommer hat uns gezeigt, dass Klimaschutz und Gesundheit zusammen gedacht werden müssen. Wir brauchen Orte, an denen Menschen an heißen Tagen aufatmen, Schatten finden und sich sicher aufhalten können.

Kiel muss sich auf die Klimakrise vorbereiten
Die Klimakrise ist längst in unserem Alltag angekommen. Hitzewellen, Trockenheit und Starkregen stellen auch Kiel vor wachsende Herausforderungen. Besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen in dicht bebauten Quartieren sind von den Folgen zunehmender Hitze betroffen.
Mit dem in diesem Jahr beschlossenen Rahmenkonzept Klimaanpassung hat Kiel einen wichtigen strategischen Rahmen geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen auch umzusetzen. Dazu gehören unter anderem mehr Stadtgrün, Entsiegelung, Verschattung und öffentliche Trinkwasserspender. Auch besonders sensible Orte wie Krankenhäuser müssen besser vor Hitze geschützt werden.
Doch Klimaanpassung kostet Geld. Die Kommunen können diese Aufgabe nicht allein stemmen. Deshalb unterstützt die Grüne Ratsfraktion den Vorstoß, Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen im Grundgesetz zu verankern. „Wenn Kommunen dauerhaft für die Folgen der Klimakrise vorsorgen sollen, muss der Bund auch dauerhaft Verantwortung übernehmen“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Jürgen Meereis. Klimaanpassung dürfe nicht von kurzfristigen Förderprogrammen abhängen. Kiel braucht verlässliche finanzielle Unterstützung, um die Stadt klimaresilient und lebenswert zu gestalten.
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Ein neuer Ort der Hilfe stärkt ganz Gaarden
Mit dem neuen Aufenthalts- und Beratungsangebot am Karlstal gibt es in Gaarden einen weiteren wichtigen Baustein der Suchthilfe. Hier finden Menschen in schwierigen Lebenslagen einen geschützten Ort, Beratung und einen leichteren Zugang zum Hilfesystem. Gleichzeitig kann das Angebot dazu beitragen, den öffentlichen Raum zu entlasten und das Zusammenleben im Stadtteil zu stärken.
„Eine Suchterkrankung verschwindet nicht, indem Menschen aus dem Blickfeld gedrängt werden. Sie wird überwunden, wenn Menschen gesehen werden, Vertrauen fassen und verlässliche Unterstützung erfahren“, sagt die sozialpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, Karla Frieben-Wischer. Das neue Angebot schaffe eine wichtige Brücke zwischen der Straße und bestehenden Hilfsangeboten.
Für die Grüne Ratsfraktion ist klar: Gute Suchthilfe muss sich an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Betroffenen orientieren. Deshalb gilt es, die Erfahrungen mit dem neuen Standort aufmerksam auszuwerten. Dabei sollte auch geprüft werden, ob die begrenzten Öffnungszeiten ausreichen und wie Menschen außerhalb dieser Zeiten erreicht werden können.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf drogenabhängigen Frauen, die häufig zusätzlich von Gewalt, Bedrohung oder sexueller Ausbeutung betroffen sind. Geschlechtssensible Angebote und wirksame Schutzkonzepte müssen deshalb weiter ausgebaut werden. Das Angebot am Karlstal ist ein wichtiger Anfang. Jetzt kommt es darauf an, Erfahrungen zu sammeln, genau hinzuschauen und die Suchthilfe in Gaarden konsequent weiterzuentwickeln.
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Übernachtungssteuer: Digital umsetzen und im Gespräch bleiben
Ab dem 1. Oktober 2026 wird in Kiel die neue Übernachtungssteuer, für die wir uns stark gemacht haben, gelten. Die erste Steueranmeldung ist zum 31. Januar 2027 fällig. Die Grüne Ratsfraktion erwartet, dass die Verwaltung bis dahin eine möglichst einfache digitale Lösung für die Anmeldung bereitstellt.
Genauso wichtig wie ein unkompliziertes Verfahren ist für uns der Austausch mit den Beherbergungsbetrieben. „Wer etwas Neues einführt, muss die Werkzeuge der heutigen Zeit nutzen“, sagt Fraktionsvorsitzende Anke Oetken. Gleichzeitig müsse die Verwaltung mit den Hoteliers im Gespräch bleiben und praktische Erfahrungen berücksichtigen. Die Grüne Ratsfraktion hat bereits vor der Einführung Gespräche mit den Betrieben geführt und bietet auch weiterhin ihre Unterstützung an.
Wichtig ist uns außerdem, dass die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer auch dem Tourismus in Kiel zugutekommen. Die Erwartungen der Hoteliers decken sich damit mit den Anträgen, die die Kooperation bereits im vergangenen Jahr eingebracht hat und die von der Ratsversammlung beschlossen wurden. Ein entsprechendes Gremium befindet sich derzeit im Aufbau und wird von uns ausdrücklich unterstützt.
Unser Ziel ist klar: Die Übernachtungssteuer soll einfach, digital und praxistauglich umgesetzt werden – und gleichzeitig einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kieler Tourismus leisten.Hier geht’s zur Pressemitteilung
Termine
7. September
AK Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Wann: 16:30 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 367
Fraktionssitzung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Magistratssaal
14. September
AK Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Wann: 16:30 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 367
Fraktionssitzung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Magistratssaal
29. September
SAVE THE DATE
Kiel wächst. Wo wohnen wir morgen?
Chancen der Umnutzung und Nachverdichtung.
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Ratssaal
