Kooperation für friedliches Zusammenleben der Kleingärtner

Bezugnehmend auf die Berichterstattung über die Probleme der Integrationsarbeit in Kleingartenvereinen und den erwägten Aufnahmestopp für Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund warnen Ratsfrau Musculus-Stahnke (FDP), Ratsherr Wilkens (SPD) und Ratsherr Stenger (Bündnis 90/Die Grünen) vor einer übertriebenen Darstellung der Problematik und der Gefahr auf diesem Weg einen populistischen „Alltags-Rassismus“ zu schüren. Probleme, die vor Ort bestehen dürfen nicht vereinfacht dargestellt werden und pauschal auf einzelne Gruppen reduziert werden.

Die Kieler Rathauskooperation wird eine Diskriminierung bei der Vergabe von Kleingärten nicht akzeptieren. Bei den verpachteten Kleingartenflächen handelt es sich um Flächen der Landeshauptstadt Kiel, die über den Generalpachtvertrag an die Kleingartenvereine verpachtet sind. Eine Vergabe dieser städtischen Flächen nach diskriminierenden Grundsätzen, sei es nach Geschlecht, sozialer Zugehörigkeit oder eben Staatsbürgerschaft, bzw. Herkunft, können und werden wir nicht akzeptieren. Die Kieler Kleingärten sind in all ihren Funktionen für alle Kieler Bürger*innen da. An diesem Grundsatz werden wir auch keine Änderung hinnehmen.

Ratsherr Stenger und Ratsherr Wilkens erklären dazu: „Das Kleingartenwesen in Kiel befindet sich in einem Umbruch. Strukturen, die jahrzehntelang unverändert waren, müssen sich nun verändern. Dabei werden Kleingärtner*innen auch ein neues Miteinander lernen müssen, dass sich vielleicht von dem Vereinsleben der Vergangenheit unterscheidet. Dabei müssen selbstverständlich alle Beteiligten bereit sein aufeinander zuzugehen. Die Landeshauptstadt Kiel hat dies bereits mit der Entwicklung des Kleingartenentwicklungskonzeptes aufgegriffen, für dessen Umsetzung wir uns auch in Zukunft einsetzen werden. Nur durch einen konstruktiven Wandel wird man Leerstände verhindern können. Wenn sich dabei auch Probleme in den Vereinen ergeben, nehmen wir diese Sorgen natürlich ernst. Gerade die Vergabe von Kleingärten an Kieler*innen mit Migrationshintergrund sehen wir dabei als große Chance diesen Wandel zu vollziehen und gleichzeitig eine aktive Integrationsarbeit zu leisten.“

Ratsfrau Musculus-Stahnke: Um bei der Integrationsarbeit zu helfen und ein für alle – alte wie neue Kleingärtner*innen gleichermaßen akzeptables Miteinander zu erreichen, ist es aus Sicht der Kieler Rathauskooperation auch möglich die Strukturen des Generalpachtvertrages anzupassen, wenn dies notwendig sein sollte.

Auch für eine integrationsfördernde Sozialarbeit vor Ort in den Kleingartenvereinen setzen wir uns gerne ein. Solche Arbeit muss zu den Menschen kommen und darf nicht auf die Menschen warten. Gerne sind wir bereit den Dialog mit Betroffenen zu suchen, um gemeinsame Ansätze zu finden, um  aktuelle Herausforderungen zu bewältigen und das Kieler Kleingartenwesen zukunftsfähig zu machen.

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