Beschluss – Queere Jugendarbeit in Kiel stärken

Jugend lässt sich nicht nachholen.
Wenn queere Jugendliche mit Erfahrungen des Ausschlusses konfrontiert werden, wenn sie in Schule, Jugendangeboten und der Gesellschaft im Allgemeinen erfahren, dass sie aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität und/oder ihrer sexuellen Orientierung Ablehnung, Abwertung, Diskriminierung oder
gar körperliche Gewalt befürchten oder gar erleben müssen, prägen diese Erfahrungen ein Leben lang. Noch immer verbergen queere Jugendliche im schulischen oder familiären Umfeld oder gegenüber ihren Freund*innen ihre
geschlechtliche Identität oder sexuelle Orientierung aus Angst vor Zurückweisung.

Wir Grüne stehen für eine inklusive Gesellschaft, die Vielfalt wertschätzt und als Bereicherung begreift. Damit junge Menschen mit genau dieser Erfahrung ins weitere Leben starten können, wollen wir Kiel zu einem sichereren und
inklusiveren Ort für queere Jugendliche machen. Deshalb fordern wir:

  • Schaffung eines Queeren Jugendzentrums als sicheren Ort des Austauschs, der Mitgestaltung und der Wissensvermittlung für LSBTIQ* Jugendliche
  • Weitergehende Sensibilisierung von Fachkräften der Jugendhilfe, Sozialen Arbeit und Schulsozialarbeit für die spezifischen Bewältigungsaufgaben von LSBTIQ*-Jugendlichen
  • Stärkung der außerschulischen Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu queeren Themen, z.B. von SCHLAU Kiel. Das Konzept von SCHLAU richtet sich explizit an alle Schüler:innen und fördert Austausch und Perspektivübernahme und vermittelt Kenntnisse zu Begriffen, Lebenshintergründen und rechtlichen Rahmenbedingen betreffend LSBTIQ*

https://gruenekiel.antragsgruen.de/jhv21/queere_jugendarbeit_in_kiel_staerken-12723

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