Den Fährverkehr stärken – die solidarische Verkehrswende voranbringen

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Verbesserungen beim Kieler Fährverkehr: E- und Hybridfähren, vergünstigte Tickets und die kostenlose Fahrradmitnahme auf der Schwentinelinie F2 machen die Kieler Fördeschifffahrt zu einer echten Alternative. Nun kündigt die Stadt die nächsten Schritte an. Aus Sicht des Verkehrspolitikers Dr. Max Dregelies (SPD) und der mobilitätspolitischen Sprecherin Jessica Kordouni (Bündnis 90/Die Grünen) bedeuten die Maßnahmen eine deutliche Verbesserung des ÖPNV-Angebots auf dem Wasser:

„Die Kieler Fördeschifffahrt hat eine hohe Bedeutung für die Verbindung von Ost- und Westufer. Durch die neu eingerichtete direkte Querung der F1 in der nördlichen Förde wird die Fähre ein echtes Angebot für die Pendler:innen – sie wird so das Ostufer vom Autoverkehr entlasten. Wichtig ist dabei, dass die F1 morgens – wenn die Menschen zur Schule, Universität und Arbeit wollen – im Halbstundentakt fährt“, erklären Dregelies und Kordouni.

Möglich werde diese Taktausweitung durch die neuen Fährschiffe. 2022 gebe es zwei neue Hybrid- und eine neue E-Fähre, welche die Flotte unterstützen. Dabei werden die Fähren durch die geringeren Abgase nicht nur die Luft in Kiel verbessern, sondern seien auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Auch auf der F2 soll es Verbesserungen geben. Ab März 2023 wird die Fahrtzeit ausgeweitet. Dazu soll endlich auch eine Anbindung am Samstag kommen. „Die Fahrzeiten am Samstag sind wichtig. Viele Berufstätige arbeiten auch samstags und sind daher auf eine gute Verbindung angewiesen“, freuen sich Dregelies und Kordouni.

Die Verbesserungen stehen unter dem Vorbehalt, dass weiter ausreichend Schiffspersonal zur Verfügung steht. Der Bund hat die Anforderungen für die Schiffsmechaniker:innen erhöht, was zusätzliches Personal bindet. Dazu kommt, dass die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) in Konkurrenz mit anderen Anbietern steht. „Wir müssen das Personal auf der SFK stärken. Notwendig dafür ist auch, dass Bund und Land die Kommunen finanziell besser ausstatten, damit diese einen attraktiven ÖPNV auf- bzw. ausbauen können. Die Verkehrswende kommt nicht durch Sonntagsreden“, mahnen Dregelies und Kordouni abschließend.

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