Die aktuellen Zahlen des Statistikamts Nord zeigen, dass die Zahl der Betriebsgründungen in Kiel zurückgegangen ist. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht hier Handlungsbedarf, um den Wirtschaftsstandort Kiel für Gründer*innen attraktiver zu gestalten.

„Bereits letztes Jahr im Juli haben wir mit „Kiel als Innovations- und Gründungsstandort” (Drs. 0822/2024) einen Antrag eingebracht, um die Kieler Gründungsszene zu fördern. Wir setzen und weiterhin dafür ein, dass die bestehenden Angebote zur Gründungsförderung besser verzahnt, Zuständigkeiten klar definiert und Synergien geschaffen werden. Ob es an der Flächenknappheit, den steigenden Kosten oder der wirtschaftlichen Unsicherheit liegt – wir müssen gezielt an den Stellschrauben drehen, um das Gründungsklima zu verbessern. Wichtig ist uns, dass Gründer*innen nicht an komplizierten Genehmigungsverfahren oder langwierigen Prozessen scheitern. Wir brauchen eine moderne, digitale Verwaltung, die Unternehmensgründungen schnell und unbürokratisch begleitet.

Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Schritt in die Selbstständigkeit – das ist ein starkes Zeichen für Innovationskraft und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Doch damit sie erfolgreich gründen und wachsen können, braucht es gezielte Unterstützung: bessere Beratungsangebote, stärkere Netzwerke und finanzielle Förderung, die auf die spezifischen Herausforderungen von Gründerinnen eingeht.

Eine starke Gründungslandschaft in Kiel sorgt nicht nur für Innovationen, sondern auch für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Resilienz. Wir dürfen uns mit dieser negativen Entwicklung nicht abfinden, sondern müssen jetzt aktiv gegensteuern.“