Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD setzen sich für eine Ertüchtigung des hafenbezogenen Schienenverkehrs in Kiel ein. Ziele sind die Stärkung schienengebundener Hafen-Hinterlandverkehre sowie die Reduktion von Schwerlastverkehren, z.B. am Ostufer und auf dem Ostring (B502). Einen entsprechenden Antrag bringt die Rathauskooperation im heutigen Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität ein (Drs. 0591/2026).
Jürgen Meereis, umwelt- und energiepolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen betont: „Kiels Hafen ist das Tor zur Welt – und die Schiene ist der Schlüssel für einen modernen, klimafreundlichen Güterverkehr. Jede Fracht, die über die Bahn statt über Kieler Straßen rollt, bringt mehr Sicherheit, weniger Lärm und spürbare Entlastung für die Kieler*innen. Mit der Entwicklung der Gleisinfrastruktur rund um Meimersdorf stärken wir zugleich unseren Hafen als wirtschaftliches Herz der Stadt und machen Kiel fit für die Zukunft. Wir gehen diesen Weg mit Augenmaß und Weitblick: Erst das realistische Potenzial kennen, dann gezielt investieren. So entsteht Infrastrukturpolitik, die trägt: wirtschaftlich stark und klimafreundlich.“
Christian Jopen, umweltpolitischer und stellv. mobilitätspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, erklärt: „Das Ostufer braucht spürbare Entlastung – nicht irgendwann, sondern mit konkreten Schritten. Jeder Lkw weniger bedeutet weniger Lärm, weniger Belastung und mehr Sicherheit für die Anwohnenden. Mit unserem Antrag geben wir dem Port of Kiel und der Verwaltung den politischen Rückenwind, um realistische Schienenlösungen zu prüfen und mögliche Förderchancen zu nutzen.“
