Zu den aktuellen Diskussionen über die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in der Kieler Stadtverwaltung erklärt die Rathauskooperation aus Bündnis 90/Die Grünen und SPD:

„Eine Stadt wächst nicht auf dem Papier. Sie wächst mit ihren Aufgaben, ihren Herausforderungen und vor allem mit den Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Kitas öffnen, Rettungswagen ausrücken, Schulen funktionieren, Digitalisierung gelingt und Klimaschutz umgesetzt wird“, erklärt Anke Oetken, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Entscheidend ist die Frage: Welche Aufgaben übernimmt die Stadt für die Menschen in Kiel und welche Mitarbeiter*innen braucht sie dafür? Deshalb unterstützen wir den Ansatz von Personaldezernent Sascha Thümmler, den bisherigen Stellenabbaupfad kritisch zu prüfen und stärker an den tatsächlichen Aufgaben der Verwaltung auszurichten. Wichtig ist, dass die Aufgabenkritik vor der Kürzung steht. Zunächst muss geprüft werden, welche Aufgaben notwendig sind, wie Prozesse verbessert werden können und wo Digitalisierung Entlastung schafft. Erst daraus ergeben sich tragfähige Entscheidungen über den Personalbedarf. Ein pauschaler Rotstift schafft noch keine effiziente Verwaltung. Eine kluge Organisation, digitale Prozesse und gezielte Investitionen in Veränderung schaffen dauerhaft Entlastung und ermöglichen nachhaltige Konsolidierung. Unser Ziel ist deshalb klar: Wir wollen eine Verwaltung, die effizient arbeitet, die ihre Ressourcen verantwortungsvoll einsetzt und die gleichzeitig in der Lage ist, die Zukunft Kiels aktiv zu gestalten. Dafür braucht es Augenmaß, Gestaltungswillen und Respekt gegenüber den Beschäftigten.“

Volkhard Hanns, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, erklärt:
„Kiel steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Trotz geplanter Einsparungen beim Personal ist die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr gestiegen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Entwicklung maßgeblich auf eine höhere Stellenbesetzungsquote zurückzuführen ist. Viele der vorhandenen Stellen konnten nach langer Zeit erstmals wieder besetzt werden, sodass sich dies nun auch in der tatsächlichen Beschäftigtenzahl widerspiegelt. Gleichwohl bleiben Einsparungen beim Personal in den nächsten Jahren notwendig. Aus unserer Sicht braucht es dafür insbesondere eine intensive Aufgabenkritik. Sämtliche Aufgaben müssen kritisch hinterfragt werden und konsequent darauf geprüft werden, welche Leistungen weiterhin erforderlich sind. Für die SPD-Ratsfraktion ist dabei wichtig, dass Entscheidungen nachvollziehbar und auf einer belastbaren Datengrundlage getroffen werden. Mehr Transparenz über Aufgaben und Zuständigkeiten schafft die Voraussetzung für eine wirksame Steuerung bei Finanzen und Personal. Für uns ist klar: Wie auch immer der Weg weitergeht, der Prozess darf niemals auf den Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgen.“

Antrag: Kieler Schloss: Jetzt …
Änderungsantrag: Eine Zukunft …