• Allgemeiner Begleitantrag (Drs. 0664/2026-01)
    Wir fordern die Verwaltung auf, die folgenden Punkte bei den Verhandlungen zu berücksichtigen:
    • Vollständige Kompensation für den von der Stadt geleisteten Projektaufwand
    • Haushaltsrechtliche Sicherstellung, dass die Stadt die Kompensationsfläche erwerben und für Wohnungsbau, Gewerbe und anderen Nutzungen entwickeln darf, ohne dass daraus Einschränkungen für andere Tätigkeiten und Investitionen resultieren
    • Finanzielle Auswirkungen der verhandelten Verträge dürfen bei Haushaltsprüfungen und -freigaben durch die Kommunalaufsicht keine Nachteile und Einschränkungen für die Landeshauptstadt Kiel auslösen
    • Transaktionskosten für die anstehenden und gegebenenfalls später entstehenden Eigentumsübergänge soll der Bund tragen
    • Begleitmaßnahmen für die betroffenen Stadtteile sollen haushaltsrechtlich und finanziell sichergestellt werden
    • die höchstmögliche Förderung soll auf den Kompensationsflächen sichergestellt werden
    • Es soll geprüft werden, ob in den Bereichen Schleusenpark und Plüschowhafen die zivile Nutzung erhalten bleiben kann
    • Verlagerung des WSA Ostsee, Außenbezirk Kiel (Tonnenhof)

Für die stark betroffenen Stadtteile Wik, Holtenau und Pries-Friedrichsort bitten wir die Verwaltung verschiedene Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung vorzunehmen. Unabhängig davon beauftragen wir die Verwaltung, im Rahmen des vorgesehenen Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Standortdialog die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen erneut zur Diskussion und Bewertung zu stellen. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern aufzuzeigen, welche Projekte bereits beschlossen, geplant oder grundsätzlich als umsetzbar identifiziert wurden. Gleichzeitig soll die Beteiligung dazu dienen, Prioritäten aus Sicht der Bevölkerung zu bewerten und die Akzeptanz der Maßnahmen zu überprüfen. Maßnahmen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung auf breite Zustimmung stoßen, sollen anschließend mit hoher Priorität und schnellstmöglich umgesetzt beziehungsweise weiterverfolgt werden.   

  • Begleitantrag für den Stadtteil Wik (Drs. 0665/2026-01)
    • Die Flächen des verbliebenen geplanten Grüngürtels sollen als Naherholungsgebiete gesichert und ökologisch aufgewertet werden
    • Das Marineuntersuchungsgefängnis soll rekonstruiert, öffentlich zugänglich und für neue Nutzungen etabliert werden
    • Verbesserung von Freizeit- und Spielräumen sowie die Schaffung von neuen Bewegungs- und Begegnungsorten für alle Generationen
    • Zusätzliche Wohnungen sollen geschaffen werden
    • Es wird Veränderungen in der Verkehrsführung geben. Wir fordern die Verwaltung auf bestimmte Bereiche zu erhalten, aufzuwerten sowie und weitere Fußgängerwege anzulegen
    • Der verbleibende Zugang zu den Wasserflächen soll aufgewertet werden
    • In der Zeyestraße/Herthastraße soll es begleitende Maßnahmen geben, zum Beispiel im Falle eines Neubaus auf dem Anschütz-Gelände Lärmschutzvorkehrungen. Der untere Teil des verbleibenden Schleusenparks soll zudem erhalten bleiben.
    • Um den Bauverkehr in der Schleusenstraße zu minimieren soll die Zubringung der Materialien bei der Erneuerung der Schleuse möglichst über den Seeweg erfolgen
  • Begleitantrag für die Stadtteile Holtenau und Pries-Friedrichsort (Drs. 0667/2026-02)
    • Anlegung einer durchgehenden Fuß- und Radwegverbindung zwischen Holtenau und Pries-Friedrichsort über das MFG 5-Gelände
    • Die „zweite Erschließung“ am Südrand des Verkehrslandeplatzes sowie der Bau einer Brücke über die B 503 soll erneut geprüft werden. Bauverkehr soll nicht durch Holtenau gehen
    • Öffentliche Zugänge zum Wasser sollen verbessert werden
    • Stadtteilzentren sollen aufgewertet werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen
    • Verbesserung der bestehenden Sport- und Spielplätze sowie Schaffung von neuen Bewegungsräumen für alle Generationen
    • Der Jugendtreff in Pries-Friedrichsort soll zeitnah eröffnet werden
    • Das Tonnenhof-Areal soll reaktiviert werden. Auf dem Gelände soll maritimes Gewerbe oder Kulturmöglichkeiten ermöglicht werden. Die Verwaltung soll zudem Prüfen, ob eine Anlegemöglichkeit für den Fährverkehr hier errichtet werden kann
    • Die Festung Friedrichsort soll rekonstruiert, öffentlich zugänglich und für neue Nutzungen etabliert werde
    • Flächen, wie die Redoute oder das Heischertal sollen als Naherholungsräume gesichert und ökologisch aufgewertet werden


Unsere drei Begleitanträge wurden in der Ratsversammlung am 11.06.2026 ungeändert beschlossen.

Änderungsantrag: Neuaufstellun…