Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU und SSW setzen sich für eine bessere Beleuchtung von wichtigen Freizeit- und Sportflächen in Gaarden und Mettenhof ein. Mit einem Antrag (Drs. 0716/2026-01 ) bittet die Fraktion die Verwaltung zu prüfen, wie die Basketball- und Kleinfeldfußballfläche im Sportpark Gaarden sowie die Inliner- und Skateranlage in Mettenhof besser ausgeleuchtet werden können und welche Kosten damit verbunden wären.
„Wenn am Nachmittag die Dämmerung einsetzt, gehen für viele Jugendliche wichtige Räume verloren“, erklärt der jugendpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Christian Osbar. „Der Sportpark Gaarden und die Inliner- und Skateranlage in Mettenhof gehören zu den beliebtesten Treffpunkten für junge Menschen in den Stadtteilen. Hier wird Basketball gespielt, geskatet, Fußball gespielt und Zeit miteinander verbracht. Sobald die Dunkelheit einsetzt, verwandeln sich die Flächen jedoch vielerorts in Schattenräume, deren Nutzung stark eingeschränkt ist. Darauf haben Jugendliche in Gaarden und Mettenhof aufmerksam gemacht. Ein beleuchteter Basketballkorb oder eine gut ausgeleuchtete Skatefläche bedeuten weit mehr als nur Licht. Sie schaffen Sicherheit, laden zum Verweilen ein und ermöglichen soziale Teilhabe. Da der Wunsch nach einer besseren Beleuchtung direkt von Jugendlichen aus den Stadtteilen gekommen ist, ist uns die Umsetzung besonders wichtig. Denn es zeigt den jungen Menschen, dass ihre Bedürfnisse in Kiel ernst genommen werden.“
Stephan Wagner, Mitglied des Jugendhilfeausschuss für die SPD-Ratsfraktion und Mitglied im Ortsbeirat Gaarden, erklärt: „Freizeit- und Sportflächen sind mehr als nur Infrastruktur – sie sind Orte der Begegnung, der Bewegung und der sozialen Teilhabe. Wenn diese Räume aber in der dunklen Jahreszeit faktisch ausfallen, verlieren wir wichtige Angebote für Jugendliche vor Ort. Deshalb wollen wir wissen, wie und zu welchem Preis eine Beleuchtung möglich ist. Unser Ziel ist es, die bestehenden Anlagen ganzjährig als sichere und attraktive Treffpunkte für Kinder und Jugendliche im Stadtteil zu gestalten.“
Ratsherr Lasse Jarno Strauß, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, erklärt: „Die beste Jugendpolitik entsteht oft dort, wo junge Menschen selbst sagen, was sie vor Ort brauchen. Genau das ist hier geschehen. Die Hinweise aus den Jugendortsbeiratssitzungen zeigen, dass die bestehenden Freizeit- und Sportangebote geschätzt werden und noch besser genutzt werden könnten. Dabei sollten wir das Potenzial der vorhandenen Anlagen voll ausschöpfen. Eine bessere Beleuchtung wird dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Flächen länger und sicherer nutzen können. Das ist eine vergleichsweise einfache Maßnahme mit einem unmittelbar spürbaren Nutzen für die Stadtteile.“
Der jugendpolitische Sprecher der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsmitglied Marvin Schmidt, erklärt: „Sport- und Spielflächen gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge und sind für viele Kinder und Jugendliche unverzichtbare Orte für Bewegung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass mit den Flächen in Gaarden und Mettenhof nun zwei besonders wichtige Standorte in den Fokus rücken. Eine bessere Beleuchtung erhöht die Aufenthaltsqualität, verlängert die Nutzungszeiten und stärkt zugleich das Sicherheitsgefühl. Gleichzeitig verstehen wir diese Prüfung als ersten Schritt. perspektivisch müssen weitere Sport- und Spielflächen im gesamten Stadtgebiet betrachtet werden. Besonders im Kieler Norden besteht durch die aktuellen Entwicklungen im Zuge des Standortdialogs die Notwendigkeit, attraktive Freizeitangebote von Anfang an mitzudenken und zukunftsfähig zu gestalten.“
