Naherholungsoasen für Menschen und Natur

Die Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel möge beschließen:

Die Folgen der Klimakrise werden in Kiel immer spürbarer – und so auch die damit
verbudenen Einschränkungen für viele Kieler*innen. Vor allem Hitze und Dürre
haben diesen Sommer dominiert. Neu-Kieler*innen haben einen Anspruch auf
attraktiven Wohnraum, weswegen der Flächendruck steigt. Es ist richtig, dass wir
seit Jahren auf eine ökologische Stadtgestaltung achten und Maßnahmen zur
Anpassung an die und Linderung der Klimakrise voranbringen.

Auch im Zuge des Standortdialogs zeigt sich, wie wichtig Rückzugs- und
Naherholungsräume für die Kieler*innen sind. Gleichzeitig spielen sie eine
zentrale Rolle für die Biodiversität in Kiel. Daher fordern wird:

  • die beschleunigte Erarbeitung der auf unsere Initiative beschlossenen
    ökologischen Flächenstrategie durch die Stadtverwaltung, die mit einer
    Bilanzierung u.a. die Grundlage für die Vermeidung einer Netto-
    Neuversiegelung legt
  • die Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel am “Abpflastern!”-Wettbewerb
  • Standards für Biodiversität auf städtischen Grundstücken
  • ökologische Aufwertung bestehender Grünflächen beispielsweise durch
    biodiversitätssensibles Flächenmanagement, insektenfreundliche Pflanzungen
    und extensive Mahd
  • eine Stadtbaum-Offensive, die mehrere Tausend neue klimaresiliente Bäume
    in Kiel pflanzt
  • eine städtische Beleuchtungsrichtlinie, die artenschutzkonforme
    Beleuchtung und angstfreie öffentliche Räume in Kiel sicherstellt
  • die Beachtung des Fledermausschutzes an öffentlichen Gebäuden
  • die zeitnahe Ausweisung neuer Landschaftsschutzgebiete
  • die Entwicklung eines Programms zur ökologischen Entwicklung von
    Kleingewässern und Feuchtbiotopen;
  • eine Stärkung des Biotopverbunds;
  • die Wiedervernässung des Alten Moorsees;

Nicht nur braucht es Rückzugsorte an Land, sondern auch am und im Wasser, ganz
besonders an heißen Tagen. Daher fordern wir:

  • eine alternative barrierearme Bademöglichkeit zum Seebad Düsternbrook;
  • die Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel am Partnerprogramm des
    Aktionsplans Ostseeschutz;
  • die Erstellung interkommunale Flächennutzungskonzepte mit den
    Nachbargemeinden, um sensible Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen
    freizuhalten.
Für die Willkommenskarte!
Beschluss – Satzungsände…