Liebe Kieler*innen, liebe Freund*innen,
der Sommer verabschiedet sich langsam, die Tage sind kürzer und bei uns zu Hause liegen schon die ersten gesammelten Kastanien.
In Kiel ist in den vergangenen Wochen einiges vorangegangen. Beim Wohnungsbau machen wir konkrete Schritte: In der Adelheidstraße sind 100 neue Wohnungen geplant, 70 davon öffentlich gefördert. Gleichzeitig wollen wir die gewachsene Grünstruktur des Grundstücks erhalten und das neue Quartier von Anfang an klimaresilient planen. Denn bezahlbarer Wohnraum und Klimaanpassung gehören für uns zusammen. Auch mit den 42 neuen öffentlich geförderten Wohnungen in der Julius-Leber-Straße und am Groß Ebbenkamp schafft die KiWoG dringend benötigten Wohnraum. Mit einer Miete von 6,80 Euro pro Quadratmeter entstehen dort ganz konkrete neue Chancen auf ein Zuhause. So wird aus politischem Anspruch Stück für Stück mehr bezahlbarer Wohnraum in unserer Stadt.
Bei der Stadtbahn ist die politische Auseinandersetzung in den vergangenen Wochen abermals entbrannt. Die CDU-Ratsfraktion hatte beantragt, die Stadtbahnplanungen mit sofortiger Wirkung zu beenden – einschließlich weiterer Planungen, Gutachten, Aufträge und Vorbereitungen für die erste Inbetriebnahmestufe. Eine Mehrheit der Ratsversammlung hat den Antrag abgelehnt und sich damit klar für die Fortsetzung der Stadtbahnplanungen ausgesprochen.
In der Debatte wurde deutlich, worum es dabei eigentlich geht: um die Frage, wie Kiel in 20 oder 30 Jahren unterwegs sein will. Kiel wächst, die Zahl der Wege nimmt zu und der öffentliche Raum bleibt begrenzt. Wir brauchen deshalb eine Verkehrsinfrastruktur, die mehr Menschen zuverlässig bewegt und gleichzeitig Raum für Rad- und Fußverkehr, Grün und Aufenthaltsqualität schafft. Die Stadtbahn ist dafür ein notwendiger Baustein.
Unsere Ratsfrau Daniela Sonders erinnerte in ihrer Rede eindrucksvoll daran, dass Kommunalpolitik nicht darin besteht, die einfachste Geschichte zu erzählen. Es geht darum, Verantwortung für die Realität zu übernehmen und auch langfristige Zusammenhänge mitzudenken. Genau das gilt für die Stadtbahn: Wir müssen heute entscheiden, welche Infrastruktur Kiel morgen braucht. Eine schwierige Haushaltslage macht es notwendig, Kosten, Nutzen und Fördermöglichkeiten genau abzuwägen. Sie darf aber nicht dazu führen, dass wir notwendige Zukunftsinvestitionen grundsätzlich aufgeben. Wir gestalten Kiel – mit zukunftsweisender Mobilität.
Diese Aufgabe wird uns auch beim Haushalt 2027 begleiten. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Vor uns liegen intensive Beratungen und harte Verhandlungen. Dabei geht es für uns darum, unsere politischen Schwerpunkte einzubringen und dafür zu kämpfen, dass trotz der schwierigen finanziellen Lage wichtige Vorhaben für Kiel ihren Platz im Haushalt finden. Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt handlungsfähig bleibt und zugleich soziale, ökologische und zukunftsorientierte Projekte weiter vorankommen.
Denn die Zukunft lässt sich nicht auf später verschieben.
Deswegen würde ich mich freuen, viele von euch auf unserer Veranstaltung „Kiel wächst. Wo wohnen wir morgen?“ am 29.9. um 18:00 Uhr im Ratssaal wiederzusehen. Hier wollen wir gemeinsam mit Expert*innen darüber sprechen, wie mehr Wohnraum entstehen kann und dabei Grün, gewachsene Quartiere und Lebensqualität erhalten bleiben.
Habt einen schönen Start in den Herbst – vielleicht ja mit einem Spaziergang und der einen oder anderen Kastanie in der Tasche.
Herzlich,
Eure Anke Oetken
Fraktionsvorsitzende
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Herzliche Einladung
Kiel wächst – und damit stellt sich eine Frage, die uns alle betrifft: Wo und wie wollen wir in Zukunft wohnen? Wie können neue Wohnungen entstehen, ohne dass dafür immer mehr Flächen verschwinden? Wie können wir gewachsene Quartiere, Grün und Lebensqualität erhalten? Und welche Möglichkeiten stecken eigentlich in den Gebäuden und Wohnungen, die schon da sind?
Über diese Fragen möchten wir mit euch ins Gespräch kommen. Am Dienstag, 29. September, laden wir herzlich zu unserer öffentlichen Veranstaltung „Kiel wächst. Wo wohnen wir morgen?“ in den Ratssaal des Kieler Rathauses ein.
Den Auftakt macht Prof. Nanni Grau, Architektin und Expertin für Architektur der Transformation an der TU Berlin. In ihrem Vortrag „Mehr Wohnen, weniger Bauen“ zeigt sie, welche Potenziale bereits in unseren Städten vorhanden sind: in Dachgeschossen, leerstehenden Gebäuden, Einfamilienhäusern oder großen Wohnungen, die sich vielleicht anders nutzen lassen. Ihr Ansatz: Nicht immer muss neu gebaut werden. Manchmal braucht es gute Ideen und gezielte Veränderungen, um aus dem Vorhandenen mehr zu machen.
Anschließend richtet David Petersen von der Europa-Universität Flensburg den Blick auf die Frage: „Mehr Wohnraum – aber wie?“ Er beschäftigt sich mit Suffizienz, Bodenpolitik und den Möglichkeiten des Bestands. Wohnungstausch, Wohnungsteilung, Aufstockung und Umnutzung können dabei ebenso eine Rolle spielen wie Neubau.
Wie diese Fragen ganz konkret für Kiel aussehen, bringt Doris Grondke, Stadträtin für Stadtentwicklung und Bauen, mit. Unter dem Titel „UEBERMORGENKIEL – Wohnen zwischen Stadt, Meer und Zukunft“ geht es um die Entwicklung unserer Stadt, den Wohnungsbedarf und die Potenziale, die Kiel bereits heute bietet.
Danach wird es richtig spannend: Auf dem Podium kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen. Nanni Grau, David Petersen, Doris Grondke, Sönke Bergemann von Haus & Grund Kiel und unser baupolitischer Sprecher Arne Stenger diskutieren darüber, was im Bestand möglich ist, wo Herausforderungen liegen und wie Nachverdichtung sozial verträglich gelingen kann.
Und natürlich möchten wir auch eure Fragen hören.
Wir freuen uns auf euch!
📅 Dienstag, 29. September 2026
🕕 18 Uhr
📍 Ratssaal des Kieler Rathauses, Eingang Waisenhofstraße
🎟️ Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich

Wie ist Kiel 2050 unterwegs?
Wie soll Kiel in 30 Jahren unterwegs sein? Diese Frage sollten wir uns stellen, wenn wir heute über die Stadtbahn entscheiden. Kiel wächst, die Zahl der Wege nimmt zu und der öffentliche Raum bleibt begrenzt. Gleichzeitig wollen wir mehr Platz für Rad- und Fußverkehr, Grün und Aufenthaltsqualität schaffen. Dafür brauchen wir eine Verkehrsinfrastruktur, die viele Menschen zuverlässig bewegt und unsere Stadt langfristig leistungsfähig hält.
Die CDU-Ratsfraktion hat beantragt, die Stadtbahnplanungen mit sofortiger Wirkung zu beenden. Eine Mehrheit der Ratsversammlung hat sich dagegen ausgesprochen. Damit bleibt der Weg für die weitere Planung offen.
Für uns ist klar: Die Stadtbahn ist kein Selbstzweck. Sie ist eine langfristige Infrastrukturentscheidung für Kiel. Sie kann zusätzliche Kapazitäten schaffen und Menschen zuverlässig durch die Stadt bringen. Gleichzeitig eröffnet sie die Chance, Straßenräume neu zu gestalten und mehr Raum für Rad- und Fußverkehr, Grün und Aufenthaltsqualität zu gewinnen.
„Kiel kann es sich nicht leisten, bei der Infrastruktur für die nächsten 30 Jahre nur auf das Preisschild von heute zu schauen“, sagt unser mobilitätspolitischer Sprecher Maik-Torben Kristen. Eine angespannte Haushaltslage verlange klare Prioritäten. Gleichzeitig müsse Kiel strategisch investieren und Fördermöglichkeiten nutzen.
Dabei geht es um eine sorgfältige Abwägung von Kosten, Nutzen, Förderung und Umsetzung. Schulen, Feuerwehr, Straßen, Brücken, Kanalisation und Verkehrsinfrastruktur stehen nicht gegeneinander. Sie alle sind wichtige Bestandteile einer handlungsfähigen Stadt.
Wir wollen heute die Entscheidungen treffen, die Kiel auch morgen noch voranbringen. Deshalb halten wir den Weg für die Stadtbahn offen und schauen zugleich genau hin: Was kostet sie? Welchen Nutzen bringt sie? Welche Fördermittel können wir nutzen? Und wie lässt sich die Umsetzung sinnvoll gestalten?
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100 neue Wohnungen – und Platz für Bäume
In der Adelheidstraße wird 2027 gebaut. Wo heute Parkplatz ist, soll ein Wohngebäude mit insgesamt 100 Wohnungen entstehen. Von diesen werden 70 öffentlich gefördert. Damit schafft die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KiWog) dringend benötigten Wohnraum für Menschen, die auf dem angespannten Kieler Wohnungsmarkt besonders auf bezahlbare Mieten angewiesen sind. Das neue Wohngebäude ist zudem das dritte serielle Bauprojekt der KiWog.
Wir freuen uns darüber, dass in der Adelheidstraße bald zahlreiche Menschen ein neues Zuhause finden werden. Für diese Menschen wäre es ebenfalls wünschenswert, wenn die bestehenden Bäume erhalten blieben. Sie tragen nicht nur zur Aufwertung des Wohnumfeldes bei, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag, um Kiel klimaresilienter zu machen, indem sie Schatten spenden, ihre Umgebung kühlen und den öffentlichen Raum auch an heißen Tagen lebenswert machen.
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Wir gratulieren zum Jubiläum
Seit zehn Jahren schaffen die Anlaufstellen Nachbarschaft (anna) Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Kontakte knüpfen und Unterstützung finden. Sie bringen Menschen miteinander ins Gespräch, verbinden Generationen und stärken das Gefühl, im eigenen Stadtteil gut aufgehoben zu sein. Genau solche Orte machen ein Quartier lebendig.
Wir gratulieren der Anlaufstelle Nachbarschaft (anna) zum 10-jährigen Jubiläum und danken allen hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, den vielen Ehrenamtlichen und Kooperationspartner*innen für ihr Engagement und ihren wichtigen Beitrag für die Kieler Stadtgesellschaft.
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Hier erfährst du mehr zum Angebot der Anlaufstelle Nachbarschaft (anna).

Was unter unseren Füßen steckt
Was unter unseren Füßen passiert, sehen wir selten – und doch ist es für unsere Stadt unverzichtbar. Das Kieler Kanalnetz ist mehr als 1.200 Kilometer lang und teilweise mehr als 100 Jahre alt. Damit die Abwasserinfrastruktur auch in Zukunft zuverlässig funktioniert, braucht Kiel einen guten Überblick über ihren Zustand und einen klaren Plan für die notwendigen Sanierungen.
Genau dafür soll das geplante Substanzerhaltungskonzept sorgen. Zunächst wird systematisch erfasst, wo Sanierungsbedarf besteht. Anschließend können die notwendigen Maßnahmen priorisiert und langfristig geplant werden. Für uns ist dabei besonders wichtig, nicht jede Infrastruktur einzeln zu betrachten.
Denn wenn unter einer Straße der Kanal erneuert werden muss, stellt sich gleichzeitig die Frage: Muss auch die Straße saniert werden? Lassen sich Arbeiten mit anderen Bauprojekten verbinden? Wo können beispielsweise Maßnahmen der Stadtbahnplanung integriert werden? Eine abgestimmte Planung kann Baustellen bündeln, Kosten sinnvoll einsetzen und anschließend neue Möglichkeiten für die Gestaltung des Straßenraums eröffnen.
„Wenn wir schon unter der Straße arbeiten, sollten wir möglichst vieles zusammendenken“, sagt unser umweltpolitischer Sprecher Jürgen Meereis. Kanal, Straße, Mobilität, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität gehören für uns zusammen.
Das Substanzerhaltungskonzept schafft dafür die notwendige Datengrundlage. Erst wenn der Zustand des Kanalnetzes umfassend erfasst ist, lässt sich seriös entscheiden, wo Kiel wann investieren muss.
So wird aus einem unsichtbaren Netz unter unseren Straßen ein sichtbarer Plan für die Zukunft unserer Stadt.
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Bessere Infrastruktur für umweltfreundliche Veranstaltungen
Ob Sportveranstaltungen, Konzerte oder das Night Glow zur Kieler Woche – auf dem Nordmarksportfeld finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt. Bisher stellte die Strom- und Wasserversorgung die Veranstalter*innen vor organisatorische Herausforderungen. Denn derzeit müssen sie auf Dieselgeneratoren oder externe Anschlüsse sowie auf wasserintensive Notlösungen, wie Tanktransporte zurückgreifen, um die Strom- und Wasserversorgung zu gewährleisten.
Das wollen wir ändern. Wir wollen, dass in Zukunft mehr Veranstaltungen auf dem Norder stattfinden können und setzen uns deswegen für eine Verbesserung der Infrastruktur ein.
Ein fester Stromanschluss reduziert nicht nur den organisatorischen Aufwand, sondern führt auch zu weniger CO2-Emissionen, Luftschadstoffen und Lärmbelastung. Eine dauerhaft verfügbare Wasseranbindung würde zudem Ressourcen schonen sowie weitere ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.
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Termine
28. September
AK Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Wann: 16:30 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 367
AK Bau
Wann: 17:00 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 374
Fraktionssitzung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Magistratssaal
29. September
Kiel wächst. Wo wohnen wir morgen?
Chancen der Umnutzung & Nachverdichtung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Ratssaal
AK Schule, Sport und Jugend
Wann: 19:00 Uhr
Wo: Online
5. Oktober
AK Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Wann: 16:30 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 367
AK Bau
Wann: 17:00 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 374
Fraktionssitzung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Magistratssaal26. Oktober
AK Umwelt, Klimaschutz und Mobilität
Wann: 16:30 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 367
AK Bau
Wann: 17:00 Uhr
Wo: Rathaus, Raum 374
Fraktionssitzung
Wann: 18:00 Uhr
Wo: Rathaus, Magistratssaal
27. Oktober
AK Schule, Sport und Jugend
Wann: 19:00 Uhr
Wo: Online