Die Polizeiliche Kriminalstatistik für Kiel zeigt einen deutlichen Rückgang der registrierten Straftaten um mehr als 10 %, gleichzeitig ist die Aufklärungsquote gestiegen. Das ist eine gute Nachricht für die Sicherheit in unserer Stadt.

Gleichzeitig gilt: Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nicht das gesamte Kriminalitätsfeld ab. Sie erfasst nur die Straftaten, die angezeigt oder von der Polizei festgestellt werden. Gerade im Bereich häuslicher Gewalt, insbesondere an Frauen, ist von einem sehr hohen Dunkelfeld auszugehen.

Bei aller Vorsicht ist dennoch der Rückgang insbesondere bei Diebstahlsdelikten und die sinkende Jugendkriminalität ein ermutigendes Signal. Prävention, soziale Stabilität und gezielte Polizeiarbeit zeigen Wirkung. Investitionen in Jugendarbeit, Quartiersarbeit und Bildung entfalten ihre Kraft.

Handlungsbedarf bleibt dennoch: Die Zunahme von Messerangriffen und die steigenden Zahlen bei häuslicher Gewalt sind besorgniserregend. Hier braucht es weitere Investitionen in Prävention, Schutzstrukturen und eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft. Mehr Präsenz in den Quartieren, bessere Unterstützung für Betroffene und konsequente Täterarbeit stärken die Sicherheit nachhaltig.

Auch neue Kriminalitätsformen wie Cybercrime gewinnen extrem an Bedeutung und müssen stärker in den Fokus rücken. In digitale Räume braucht es dringend wirksame Schutzkonzepte und Aufklärung.

Maik Kristen, ordnungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion, erklärt:
„Die aktuellen Zahlen zeigen: Kiel ist auf dem richtigen Weg. Prävention wirkt, soziale Stabilität stärkt Sicherheit. Gleichzeitig mahnen uns die Entwicklungen bei Messerangriffen und häuslicher Gewalt gegen Frauen zu entschlossenem Handeln. Sicherheit entsteht durch ein starkes Zusammenspiel von Polizei, sozialer Infrastruktur und engagierter Stadtgesellschaft. Genau diesen Weg gehen wir konsequent weiter.“

Für die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist klar: Sicherheit wächst dort, wo Menschen Perspektiven haben, wo Quartiere stabil sind und wo Hilfsangebote erreichbar bleiben.