Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD setzen sich für die Einrichtung von Safe-Spaces in ausgewählten Veranstaltungsbereichen der Kieler Woche ein. Diese Safe-Spaces sollen als klar ausgewiesene sichere Rückzugsorte dienen und in Kooperation mit den eingesetzten Sicherheitsdiensten betrieben werden. Über eine geeignete App oder ein vergleichbares digitales Hilfesystem nach dem „Safe-Now“-Prinzip soll es Besucher*innen ermöglicht werden, unauffällig Hilfe anzufordern. Daher ist auch die Bereitstellung von Handyladestationen Teil des Kooperationsantrages, der am Dienstag im Ausschuss für Finanzen, Inneres und Gleichstellung beraten wird (Drs. 0348/2026).

„Die Kieler Woche soll ein Fest sein, an dem sich jeder Mensch sicher und willkommen in unserer Stadt fühlt“, erklärt die Co-Vorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Louisa Wiethold. „Safe-Spaces geben Orientierung, schaffen Vertrauen und bieten schnelle Unterstützung, wenn sie gebraucht wird. Sichtbare Hilfe stärkt das Sicherheitsgefühl für alle.

Ein weiterer Baustein des erweiterten Sicherheitskonzepts sind Handyladestationen an zentralen Plätzen sowie in ausgewählten Veranstaltungsbereichen. Denn Erreichbarkeit bedeutet Sicherheit. Ein geladenes Handy kann im entscheidenden Moment den Unterschied machen – für den Anruf bei Freund*innen, für Hilfe oder Orientierung.

Wir gestalten die Kieler Woche als Ort der Offenheit und des respektvollen Miteinanders. Sichtbare Unterstützung, kurze Wege zur Hilfe und ein starkes gemeinsames Sicherheitskonzept machen aus der Kieler Woche einen sicheren Raum für alle.“

Bianca Wöller, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, erklärt:

„Große Feste wie die Kieler Woche sollen für alle Menschen Orte der Freude, Begegnung und Gemeinschaft sein – und keine Orte der Angst oder Unsicherheit. Leider erleben wir immer wieder, dass gerade Frauen und queere Menschen auf öffentlichen Veranstaltungen in unangenehme oder für sie subjektiv gefährliche Situationen geraten. Mit den geplanten Safe-Spaces schaffen wir sichtbare und niedrigschwellige Anlaufpunkte, an die sich Betroffene schnell wenden können.

Wichtig ist uns, dass Sicherheit und Schutz kein nachträglicher Gedanke sind, sondern fester Bestandteil der Veranstaltungsplanung werden. Das erweiterte Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass Belästigungen, Übergriffen und Gewalt konsequent begegnet wird – und dass Prävention, Sensibilisierung und klare Strukturen Hand in Hand gehen. So wird die Kieler Woche auch ein Stück gerechter und gleichberechtigter.“