Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD begrüßen die Wiederaufnahme des Förderprogramms für Dach- und Fassadenbegrünungen ausdrücklich. Mit der Fortführung der Förderrichtlinie stärkt die Landeshauptstadt Kiel ihren Weg zu einer klimaresilienten Stadt und setzt zugleich ein sichtbares Zeichen für Klimaanpassung, Lebensqualität und eine zukunftsfähige und sozial gerechte Stadtentwicklung.
Der umweltpolitische Sprecher der Grünen Ratsfraktion, Jürgen Meereis, erklärt: „Grüne Dächer und begrünte Fassaden verwandeln Betonflächen in lebendige Klimaschützer. Sie kühlen aufgeheizte Straßenzüge, speichern Regenwasser, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Insekten. Gerade in einer dichter werdenden Stadt wie Kiel entsteht so Stück für Stück ein grüneres Stadtbild und Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Vor allem im innerstädtischen Bereich haben wir in Kiel diesbezüglich noch deutlichen Nachholbedarf. Wir sind uns dessen bewusst, dass 100.000 Euro ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Dennoch ist es für Kiel eine beachtliche Summe, die wir bereitstellen, um möglichst viele Eigentümer*innen für mehr Gebäudegrün zu gewinnen. Um langfristig mehr zu erreichen, müsste es entsprechende Förderungen vom Bund geben, der Kommunen dazu verpflichtet, systematisch Vorsorge gegen Klimafolgen wie Hitze, Starkregen, Hochwasser oder Trockenheit zu treffen. Hier wäre das Geld sinnvoller und nachhaltiger investiert als in populistische Tankrabatte, von denen vor allem Mineralölkonzerne profitieren.“
Christian Jopen, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, erklärt dazu:
„Die Unterbrechung des Programms war haushaltspolitisch notwendig, aber klimapolitisch schmerzhaft. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir wieder gezielt investieren und die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen neu starten. Die Begrünung von Gebäuden ist ein zentraler Bestandteil moderner Stadtentwicklung und ein wirksames Instrument zur notwendigen Klimaanpassung. Sie trägt zur Kühlung der Stadt bei, verbessert die Luftqualität und erhöht die Lebensqualität in dicht besiedelten Quartieren.
Mit unserem Änderungsantrag konkretisieren wir die Förderrichtlinie und sorgen für mehr Transparenz und Klarheit bei den Interessent*innen.
Mit der Wiederaufnahme des Programms senden wir ein klares Signal: Kiel bleibt auf Kurs in Richtung einer nachhaltigen, klimaresilienten und sozial gerechten Stadtentwicklung.“
