Die Masterpläne Klima und Gesundheit zeigen, was entsteht, wenn die KielRegion ihre Kräfte bündelt. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden konkrete Maßnahmen entwickelt, Wissen zusammengetragen und neue Netzwerke geknüpft. Damit steht ein großer Erfahrungsschatz für die weitere regionale Zusammenarbeit bereit (Drs. 0588/2026).
„Die Masterpläne liegen jetzt auf dem Tisch und damit eine Menge konkreter Ideen, Expertise und Kontakte“, sagt Daniela Sonders, grüne Ratsfrau, Mitglied des Aufsichtsrats der KielRegion GmbH und erste stellvertretende Vorsitzende des Regionalrats der KielRegion. „Besonders wertvoll ist das Netzwerk, das während der Erstellung entstanden ist. Dieses Wissen und diese Kontakte können unmittelbar für weitere Projekte und gemeinsame Förderanträge genutzt werden. Aktuell können daraus allerdings noch keine eigenen Maßnahmenprogramme erwachsen: Die Haushalte aller drei Gebietskörperschaften lassen keinen finanziellen Spielraum für zusätzliche Programme zu. Wir bleiben deshalb dran und halten gezielt Ausschau nach passenden Förderprogrammen. Sobald sich eine Fördermöglichkeit öffnet, können wir direkt loslegen.“
„Klimaschutz und Gesundheit gehören zusammen – gerade beim Hitzeschutz wird das unmittelbar spürbar“, sagt Karla Frieben-Wischer, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. „Wenn die Sommer immer heißer werden, brauchen Menschen Orte, an denen sie aufatmen, Schatten finden und sich sicher aufhalten können. Mit den geplanten ‚KlimaPerlen‘ können aus aufgeheizten Flächen grüne Inseln werden. Dazu gehören auch gut erreichbare Trinkbrunnen in der Innenstadt. Hitzeschutz muss dort ankommen, wo Menschen leben, arbeiten und ihre Zeit verbringen. Hitzeschutzkarten, Hitzepat*innen und verständliche Informationen helfen, sich und andere zu schützen. Auch Kliniken müssen dabei in den Blick: „Patient*innen brauchen bei extremen Temperaturen eine sichere Versorgung. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen brauchen Arbeitsbedingungen, die sie vor Hitze schützen.“
„Hitze macht an keiner Stadtgrenze halt. Deshalb brauchen wir gemeinsame Antworten und einen guten Austausch zwischen Kommunen, Gesundheitsämtern, Kliniken und sozialen Einrichtungen“, sagt Sonders. „Was an einem Ort funktioniert, kann zum Vorbild für die ganze Region werden. So wächst eine starke Gesundheitsregion – mit Kiel als Motor und den Kommunen der KielRegion als Partnerinnen und Partnern.“
