Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen begrüßt das Pilotprojekt zur CO₂-Speicherung im Klärwerk Bülk. Das Vorhaben verbindet Klimaschutz mit Innovation und wissenschaftlicher Begleitung.

„Wir halten CO₂-Abscheidung für eine notwendige Technologie. Es ist daher richtig, diesen Weg des Klimaschutzes zu erproben und gleichzeitig genau hinzuschauen“, sagt Jürgen Meereis, energiepolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. „Deshalb ist die wissenschaftliche Begleitung durch das GEOMAR so wichtig: Mögliche Auswirkungen auf die Ostsee und die langfristige Stabilität der Abscheidung müssen untersucht werden. Wir bekommen Erkenntnisse aus der Praxis und schaffen eine Grundlage für die weitere Bewertung dieser Technologie. CCS darf nichtsdestotrotz nicht zur Einladung werden, einfach weiter CO₂ auszustoßen. Wir brauchen beides: konsequente Emissionsminderung und Technologien für die verbleibenden Emissionen. Das eine ersetzt das andere nicht.

Kiel kann Klimaschutzstadt und Innovationsstandort zugleich sein. Wir sollten neue Technologien offen prüfen, ihre Chancen nutzen und ihre Risiken sorgfältig untersuchen. Unser Ziel bleibt dabei glasklar: So wenig CO₂ wie möglich in die Atmosphäre. Und für das, was unvermeidbar bleibt, brauchen wir sichere Lösungen.“

Presse: Kiel braucht die Freih…