Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU, SSW und DIE LINKE/Die PARTEI haben sich gemeinsam darauf verständigt, geeignete Flächen für eine überdachte Skateanlage oder eine Skatehalle in Kiel als Ersatz für die Skateanlage auf dem MFG5 Gelände zu prüfen. Die Ratsfraktionen haben einen entsprechenden interfraktionellen Antrag eingebracht (Drs. 0875/2026-03).

„Die Skateszenen in Kiel braucht ihren Platz. Ein Ort, an dem sie sich bewegen und ihre eigene Kultur leben kann.“, hebt Christian Osbar, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, hervor. „Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist der Skateplatz ein wichtiger Ort für Bewegung und Begegnung mit Gleichgesinnten. Die Verwaltung soll deshalb geeignete Flächen für eine überdachte Skateanlage in mindestens gleicher Größe prüfen. Besonders der Kieler Norden soll in den Blick genommen werden. Auch eine interkommunale Lösung in der KielRegion sowie Modelle mit privaten Betreibern sollen geprüft werden. Die Interessen der aktiven Szene aus Skateboarding, BMX, Inline-Skating und Scootering müssen dabei von Beginn an berücksichtigt werden. Der Ersatz des Skateplatzes ist eine konkrete Aufgabe aus dem Nachteilsausgleich. Kiel schafft den neuen Ort – der Bund muss seinen Teil dazu beitragen.“

Özgürcan Baş, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, erklärt:
„Mit dem Wegfall der überdachten Skateanlage auf dem MFG5-Gelände droht Kiel eine wichtige Möglichkeit für den Skate- und Rollsport verloren zu gehen. Für uns ist deshalb klar: Wir brauchen eine Ersatzlösung. Gleichzeitig dürfen wir nicht so tun, als könnte die Stadt eine neue Skatehalle einfach aus eigener Kraft finanzieren. Dafür sind die finanziellen Spielräume der Landeshauptstadt zu begrenzt. Deshalb müssen wir jetzt ergebnisoffen prüfen, welche Lösung für Kiel realistisch ist und wie wir verschiedene Partner ins Boot holen können. Dazu gehören für uns insbesondere Fördermittel, eine Beteiligung des Bundes beim Nachteilsausgleich, aber auch private Betreiber oder eine Unterstützung durch das Land. Am Ende wollen wir eine gute Lösung für die Skate-Community, die dauerhaft funktioniert und für die Stadt auch finanziell tragbar ist.“

Ratsherr Sebastian Thiede, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, erklärt:

„Wir wollen gute und verlässliche Sportangebote für die Skate-Szene in Kiel erhalten und nach Möglichkeit weiterentwickeln. Dabei gehört für uns aber auch dazu, finanziell verantwortungsvoll zu handeln und keine Versprechen zu machen, die die Stadt angesichts ihrer angespannten Haushaltslage am Ende nicht einlösen kann. Eine neue Skatehalle wird die Landeshauptstadt Kiel absehbar nicht allein mit hohen Millionenbeträgen finanzieren können. Deshalb setzen wir auf eine ergebnisoffene Prüfung: Fördermittel, eine Beteiligung des Bundes im Rahmen des Nachteilsausgleichs, interkommunale Zusammenarbeit sowie private oder teilkommerzielle Betreiber- und Finanzierungsmodelle müssen gleichermaßen auf den Tisch. Unser Ziel ist eine gute Lösung für den Skate- und Rollsport, die sportpolitisch überzeugt und zugleich dauerhaft finanzierbar ist.“

Ratsmitglied Marvin Schmidt, politischer Sprecher für den Kieler Norden der SSW-Ratsfraktion, erklärt:

„Mit dem Wegfall der Skateanlage auf dem MFG5-Gelände muss aus unserer Sicht eine echte Kompensation geschaffen werden. Dabei darf der Kieler Norden nicht vergessen werden – schließlich geht hier ein wichtiges Angebot verloren. Die neue Halle muss offen für alle sein und nicht nur Vereinen zur Verfügung stehen. Deshalb wollen wir verschiedene Standorte und Modelle prüfen lassen und am Ende auch bewerten, ob der Norden tatsächlich von der neuen Lösung profitiert. Entscheidend ist, dass die Skate-Community einen dauerhaft zugänglichen, wetterunabhängigen Ort erhält.“

Björn Thoroe, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE/Die PARTEI, erklärt:
„Skatemöglichkeiten im Winter werden in Kiel dringend benötigt. Nun machen wir uns gemeinsam mit den Aktiven auf den Weg, geeignete Flächen zu identifizieren, um dem Abhilfe zu schaffen. Aus meiner Sicht wäre eine Halle die beste Lösung.“

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