Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen begrüßt die Veröffentlichung der Pläne für den Stadionumbau des Holstein-Stadions. Mit dem nun abgeschlossenen Vergabeverfahren rückt der lang erwartete Anpfiff für die Modernisierung der Heimat der Störche endlich näher.
Die beiden Aufsichtsratsmitglieder der Stadiongesellschaft aus der Grünen Ratsfraktion, Daniela Sonders und Arne Stenger, erklären:
„Seit 2018 warten Fans und Verein auf diese Modernisierung. Nachdem eine Umsetzung in Eigenregie durch KSV und Sponsoren lange nicht realisierbar war, hat die Stadt mit ihrer Stadiongesellschaft vor drei Jahren das Heft selbst in die Hand genommen. Heute sehen wir: Das war der richtige Spielzug. Die Planung ist abgeschlossen, der Auftrag an den Generalunternehmer kann erfolgen und der Ball liegt jetzt dort, wo er hingehört. Wir haben den Kostenrahmen bewusst eng gesetzt. Die Summe stand fest, die Anforderungen von Verband und Verein waren hoch. Dass wir dennoch einen Entwurf vorlegen können, der eine echte Heimat für die Störche schafft, ist das Ergebnis gründlicher Prüfung, klarer Prioritäten und externer Expertise. Die neue Spielstätte trägt einen nordischen, industriellen Charakter.“
Gleichzeitig betonen Sonders und Stenger, dass Nachhaltigkeit im gesamten Vergabeprozess eine zentrale Rolle spielte:
„Die Dachkonstruktion ist für eine PV-Anlage ausgelegt, Bauteile wie die Kioske werden aus dem bestehenden Stadion übernommen, und rund um das Stadion entsteht ein lebenswerter Platz, der an spielfreien Tagen von allen Kieler*innen genutzt werden kann. Das ist ein starker Treffer für die Aufenthaltsqualität im gesamten Umfeld. Der Verbleib am Standort ist jedoch der größte Nachhaltigkeitsgewinn dieses Projekts. Ein Neubau auf der grünen Wiese hätte weite Wege, neue Versiegelung und zusätzliche Erschließung gebraucht. Jetzt bleiben die vertrauten, kurzen Wege bestehen – zu Fuß, per Rad, mit dem ÖPNV. Holstein Kiel wird weiterhin eines der stadtnahesten Stadien Deutschlands haben und damit eine der höchsten Rad- und Fußgängerquoten bei der Anreise.“
Für die Grünen ist das Ergebnis ein gelungener Doppelpass aus Fußballleidenschaft und stadtpolitischer Verantwortung: „Wir haben gemeinsam mit Verwaltung, Verein und Stadiongesellschaft einen Spagat geschafft: ein Stadion, das sportliche Ansprüche erfüllt, das DFL-Anforderungen standhält und gleichzeitig grüne Kernwerte umsetzt. Moderne Mobilität, nachhaltiges Bauen, soziale Aspekte und kommunale Sportförderung. Auch der Name bleibt fest in städtischer Hand.“