Die Kieler Wohnungsgesellschaft (KiWoG) setzt ihren Wachstumskurs fort. In der letzten Ratsversammlung hat die Rathaus-Kooperation Wort gehalten und die Eigenkapitalzuführung / Kommanditeinlage in Höhe von insgesamt 6 Millionen Euro für das Jahr 2026 beschlossen. Damit fließen die finanziellen Mittel exakt zum richtigen Zeitpunkt: Jetzt, wo konkrete Planungen, Grundstücksbewertungen und Förderzusagen vorliegen, macht die Landeshauptstadt den Weg für den Bau neuer Wohnungen frei.

„Die Kieler Wohnungsgesellschaft steht in den Startlöchern und die Verwaltung hat jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt geliefert“, betont Arne Langniß, wohnungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Planung, Förderkulisse und Flächen greifen endlich ineinander, so dass Kräne aufgestellt und Wohnungen gebaut werden. Klar ist: Wir benötigen für Kiel dringend bezahlbaren Wohnraum, 3000 Wohnungen in den kommenden 5 Jahren. Und hier steht das Land in der Pflicht: 150 durch die IBSH geförderte Wohnungen sind aktuell für Kiel jährlich geplant, verteilt auf die KiWoG und private Investoren. Weitere 450 Wohnungen müssten jährlich mindestens gefördert werden, um überhaupt, wenn auch langsam, eine angemessenen Wohnraumversorgung für die nicht so einkommensstarken Haushalte in Kiel aufzubauen. Die Versäumnisse der letzten 10 Jahre rächen sich.“

„Wir reden nicht nur über sozialen Wohnungsraum, wir bauen ihn. Mit der Bereitstellung der 6 Millionen Euro lösen wir unser Versprechen aus den Haushaltsberatungen punktgenau ein“, erklärt der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Matthias Treu. „Sobald die Projekte ‚veranschlagungsreif‘ sind, liefern wir die nötigen Mittel. Das ist solide Finanzpolitik gepaart mit einer klaren sozialen Handschrift.“ Die zusätzlichen Mittel dienen als Einlage und sind der entscheidende Motor für die Umsetzung zentraler Neubauprojekte wie am Groß Ebbenkamp, in der Julius-Leber-Straße, am Kirchenweg, am Ellerbeker Weg sowie am Steinmarderweg.

„Klar ist aber auch: Die Projekte sind leider nicht ausreichend, um die extrem angespannte Lage auf dem Kieler Wohnungsmarkt zu beenden. Das Land Schleswig-Holstein ist für die soziale Wohnraumförderung zuständig. Doch statt die Fördermittel dorthin zu lenken, wo der Druck am größten ist, lässt die Landesregierung Kiel als größte Kommune im Stich. Mit einer unverantwortlichen Gießkannen-Förderung wird Geld über das ganze Land verteilt, statt echte Schwerpunkte in den Ballungszentren zu setzen. Wir fordern: Das Geld muss dorthin, wo die Bedarfe am höchsten sind – unabhängig von parteitaktischen Wahlkreis-Spielereien in Schleswig-Holstein!“

Für die SPD-Ratsfraktion bleibt die KiWoG ein wichtiges Werkzeug gegen steigende Mieten. „Wer die KiWoG stärkt, stärkt die Mieterinnen und Mieter“, macht Matthias Treu deutlich.