Auf der Baustelle des Holstein-Stadions ist längst ordentlich Bewegung – jetzt ist es auch offiziell: Mit dem ersten Spatenstich für die neue Haupttribüne beginnt der nächste Bauabschnitt. Die Grüne Ratsfraktion will den Umbau nutzen, um Klimaschutz und Barrierefreiheit voranzubringen und das Stadion auch über die Fußballspiele hinaus für Kiel zu öffnen.
„Seit Jahren warten Fans und Verein auf ein modernes Holstein-Stadion. Jetzt geht es endlich los! Mit dem ersten Spatenstich nimmt die Zukunft der Heimat für die Störche konkrete Formen an. Dabei wollen wir auch beim Klimaschutz von Anfang an in Führung gehen“, erklärt Arne Stenger, Aufsichtsratsmitglied der Stadiongesellschaft für die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Nachhaltigkeit muss sich auf dem ganzen Spielfeld zeigen – von der Baustelle bis zum späteren Stadionbetrieb. Recycelte Baustoffe und die Wiederverwendung des ausgehobenen Bodens in den verschiedenen Bauphasen schonen Ressourcen. Das angehobene Bodenniveau auf der Süd- und Ostseite ermöglicht zugleich barrierefreie Zugänge. Wärmepumpen im Hauptgebäude und Fernwärme für die Rasenheizung, die zugleich als Reserve für das Gebäude dient, sorgen für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Unser Ziel ist außerdem, den Solarstrom vom Stadiondach direkt für den Stadionbetrieb zu nutzen. So verbinden wir eine moderne Spielstätte mit Verantwortung für Klima und Ressourcen.“
Daniela Sonders, ebenfalls Aufsichtsratsmitglied der Stadiongesellschaft für die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, ergänzt: „Das Stadion soll auch zwischen den Heimspielen ein Gewinn für Kiel sein. Neben Fußball bieten sich viele Möglichkeiten: Mitgliederversammlungen von Vereinen, weitere Sportveranstaltungen oder auch Ortsbeiratssitzungen. Solche Veranstaltungen bringen Menschen zusammen und schaffen neue Begegnungsorte für die Nachbarschaft und die Stadtgesellschaft. Wir wollen, dass das Stadion an möglichst vielen Tagen im Jahr mit Leben gefüllt ist. Denn eine solche Infrastruktur ist besonders wertvoll, wenn viele Menschen sie nutzen können und sie Kiel weit über den nächsten Anpfiff hinaus bereichert.“