Das ehemalige MFG-5-Gelände in Holtenau Ost steht für eine der größten stadtentwicklungspolitischen Entscheidungen unserer Stadt. Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD setzen sich deshalb mit einem Alternativantrag für eine breite, verständliche und frühzeitige Beteiligung der Kieler*innen ein.
„Holtenau Ost ist kein gewöhnliches Grundstück“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Anke Oetken. „Wenn hier Entscheidungen fallen, dann prägen sie Kiel über Generationen hinweg. Genau deshalb gehört diese Debatte mitten in die Stadtgesellschaft. Aus diesem Grund fordern wir eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung unmittelbar nach Vorlage der Ergebnisse des Standortdialogs. Ziel ist ein offener Raum, in dem komplexe Inhalte verständlich werden, Fragen Platz finden und unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Für uns ist Beteiligung kein nachgelagerter Schritt, sondern der Kern demokratischer Stadtentwicklung.“
Volkhard Hanns, stellv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und örtlicher Ratsherr, erklärt:
„Wir bekennen uns als SPD deutlich zur Bundeswehr und zur Bedeutung der äußeren Sicherheit. Dennoch dürfen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Kiel nicht aus dem Blick geraten. Wohnraum, attraktive Lebensräume und gute Verkehrsverbindungen müssen im Rahmen der jetzigen Entwicklung geschaffen werden. Wichtig ist, dass jedwede Bürgerbeteiligung transparent die Pläne offenlegt und eine breite sowie differenzierte Diskussion in der Öffentlichkeit stattfinden kann. Öffentliche Akzeptanz wird elementar wichtig sein, wenn Bundesmarine in Kiel neue Wege geht.“