Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD sowie des SSW setzen sich dafür ein, dass das Kieler Schloss zu einem zentralen Ort für Kultur, Bildung und Stadtgeschichte weiterentwickelt wird. Dazu soll die Verwaltung bis Ende 2026 ein umfassendes Nutzungskonzept für das Schlossareal vorlegen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung einer Dauerausstellung zur Kieler Stadtgeschichte, des geplanten Baltic Art Centers sowie die mögliche Schaffung eines „Dritten Ortes“ für kulturelle und gesellschaftliche Begegnungen. Einen entsprechenden Antrag bringt die Kooperation in die heutige Ratsversammlung ein (Drs. 0669/2026-01).
Die kulturpolitische Sprecherin der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bettina Aust, erklärt: „Mit dem Antrag zum Kieler Schloss richten wir den Blick bewusst nach vorn. Es geht nicht allein um die zukünftige Nutzung eines historischen Gebäudes, sondern um die Frage, welchen Ort wir im Herzen unserer Stadt für kommende Generationen schaffen wollen.
Das Kieler Schloss bietet die Chance, zu einem echten Dritten Ort zu werden – einem offenen, lebendigen Treffpunkt für Kultur, Bildung, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch. Gleichzeitig kann hier die Geschichte Kiels sichtbar und erlebbar werden und mit den Herausforderungen und Ideen der Zukunft in Verbindung treten.
Unser Ziel ist ein Ort, der Menschen zusammenbringt, kulturelle Vielfalt fördert und Raum für neue Entwicklungen schafft. Ein Ort, der Identität stiftet, weit über Kiel hinaus ausstrahlt und die kulturelle Zukunft unserer Stadt nachhaltig prägt.“
Nesimi Temel, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, erklärt:
„Das Kieler Schloss soll zu einem Ort werden, an dem die Geschichte unserer Stadt dauerhaft sichtbar und erlebbar wird. Mit einer ständigen Ausstellung zur Kieler Stadtgeschichte und neuen kulturellen Angeboten wollen wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses besonderen Ortes miteinander verbinden und ihn für alle Kielerinnen und Kieler öffnen.“
Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion, erklärt:
„Wir möchten einen Fokus darauflegen, dass eine umfassende Dauerausstellung zur Kieler Stadtgeschichte, unter Einbeziehung der Zeit der Zugehörigkeit zum dänischen Gesamtstaat, fester Bestandteil des Konzeptes werden soll.“
