Zu den Verhandlungen um den Plüschowhafen sagt die Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion, Anke Oetken:
„Der Kieler Oberbürgermeister Samet Yilmaz hat von der Kommunalpolitik den Auftrag erhalten, sich noch einmal eindringlich für den Erhalt des Plüschowhafens einzusetzen. Er hat zugesagt, diesen Auftrag mit in die Verhandlungen zu nehmen.
Yilmaz führt eingehende Gespräche mit den Betroffenen und das ist gut so. Das ermöglicht ihm, mit Wissen um die Situation vor Ort aus einer Position der Stärke zu agieren. Diese Gespräche haben im Übrigen vor der Unterzeichnung des Letter of Intent (LoI) nicht stattgefunden, sie werden vom jetzigen OB nachgeholt.
Gleichwohl ist der LoI eindeutig: Er sieht die Übergabe des Plüschowhafens an die Bundeswehr vor. Aber ebenso richtig ist: Ein Vertrag wurde noch nicht unterschrieben. Das muss auch die Bundeswehr zur Kenntnis nehmen.
Die Marine vertritt ihre Sicht und Bedarfe, wir stehen für die Interessen der Stadt ein. Stärken wir unserem Oberbürgermeister mit eindeutigen Botschaften den Rücken. Nur so haben wir die Chance, am Flächenbedarf der Bundeswehr noch etwas zu verändern.
In der Ratsversammlung vom 11.06.2026 haben alle Fraktionen deutlich gemacht, dass Nachbesserungsbedarf besteht, bevor die Ratsversammlung einem endgültigen Vertrag zustimmt. Eine Vielzahl von Anträgen, die jetzt in der Verwaltung bearbeitet werden, zeugt davon.
Samet Yilmaz hat in einem Schreiben an die Fraktionen deutlich gemacht, dass es noch keine Festlegungen gibt, ob und welche Flächen vorzeitig vermietet oder verpachtet werden. Die Ratsversammlung werde transparent eingebunden. Der Oberbürgermeister handelt transparent und mit Augenmaß und stellt sich damit auch anderslautenden Gerüchten entgegen.“
