Bauauschuss am 4. November 2021

In der Novembersitzung des Bauausschusses berichtete Stadträtin Doris Grondke über den Stand des Stadtentwicklungsprojekt „Holtenau Ost“. Der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs und die übrigen 14 Entwürfe werden vor Ort auf dem ehemaligen MFG-5-Gelände gezeigt. Als Grüne freuen wir uns über den gelungenen Mix der geplanten Bebauung und die Umsetzung der Eckpunkte, die für immer wichtig waren, nämlich der durchgängige öffentliche Zugang zum Wasser und der Erhalt des schützenswerten Hangwaldes. Es wird so ein neuer Stadtteil entstehen, der den Nachhaltigkeitsdreiklang aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem auch in seiner Struktur verdeutlicht. Gewerbe (Ökonomie) im Norden, Wohnen mit 30% sozialem Wohnraum (Soziales) im Süden und Westen und Naturerhalt und Aufwertung des Waldes und der Küstenlinie (Ökologie im Norden und an der Wasserkante.

Der Ausschuss hat den Zwischenbericht des Stadtteilentwicklungskonzeptes Wik einschließlich der ergänzenden Dokumentationen zur Öffentlichkeitsbeteiligung zur Kenntnis genommen. Beschlossen wurde, dass die Verwaltung auf dieser Basis die konzeptionelle Ausarbeitung abschließen soll. Auch die städtebauliche Gesamtmaßnahme Grüne Wik: Zwischenbericht der vorbereitenden Untersuchungen mit integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept im Rahmen der Städtebauförderung (Drs. 813/2021) wurde zur Kenntnis genommen. Die Entwicklung der Wik wird in Folge dieser Vorlagen in den kommenden Jahren deutlich Fahrt aufnehmen. Das Verfahren eine Stadtteilentwicklungskonzeptes haben wir Grüne gefordert und freuen uns nun über die Umsetzung. Für die Zukunft sollte dies auch ein Muster für andere Stadtteile sein.

Eine weitere umfangreiche Vorlage ist das Integrierte Entwicklungskonzept Innenstadt Kiel (Drs. 871/2021) Es wird die Transformation der Kieler Innenstadt in den nächsten Jahren zu einer modernen und zeitgemäßen Innenstadt begleiten und lenken. Als Grüne werden wir die Umsetzung der zahlreichen Einzelmaßnahmen genau begleiten. Doch nicht nur große Maßnahmen, die das MFG 5, die Wik oder die ganze Innenstadt betreffen wurden beschlossen. Auch kleinere Maßnahmen, wie der Umbau der Alten Gleisharfe an der Veloroute 10 sind hier erwähnenswert. Unser umweltpolitische Sprecher Arne Stenger sagte dazu: „Das Projekt wurde zwar auch von Umweltverbänden kritisch kommentiert, aber das Konzept der Verwaltung überzeugt an dieser Stelle. Der aufwachsende Birkenwald wird erhalten und es entsteht Naherholungsraum im Umfeld der Universität und des Gewerbegebietes Grasweg, der so von vielen Menschen erreicht und genutzt werden kann.

Ein gewisser Aufreger war dann die Entscheidung die Spende von Möbel Höffner über 100.000 € an die Stadt Kiel (Drs. 1029/2021) für Projekte in den beteiligten Stadtteilen anzunehmen. Unser baupolitischer Sprecher Arne Stenger verdeutlichte hierzu: „Wir nehmen die Spende gerne an, weil man mit 100.000 € gute Dinge tun kann. Die Annahme darf aber nicht als Zeichen verstanden werden, dass sich Möbel Höffner und die Krieger Gruppe damit von Ihrer Schuld an den ökologischen Schäden, die beim Bau ausgelöst wurden, irgendwie reinwaschen können. Wir freuen uns mit dem Geld sinnvolles in der Stadt umsetzen zu können. Die Aufarbeitung und auch die Wiedergutmachung der entstandenen Schäden müssen aber komplett getrennt davon gesehen werden.“

Abschließend sei noch von der Einigkeit aller Fraktionen beim Thema Kleingärten zu berichten. Alle kleingartenpolitischen Sprecher machten hier deutlich, dass sie die Verwaltung bei den Verhandlungen mit dem Kreisverband der Kieler Kleingärtner unterstützen. Es geht dabei nicht um die gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Vereinen, sondern nur um die Probleme, die seit Jahren in der Zusammenarbeit mit dem Kreisverband bestehen. Diese sollen endlich geklärt werden und die Verwaltung hat dafür auch die volle Unterstützung der grünen Ratsfraktion.

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