Holstein Kiel Women spielen momentan eine starke Saison und kämpfen um den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga. Voraussetzung für einen Aufstieg ist eine Spielstätte, die den Anforderungen es Deutschen Fußballbundes (DFB) genügt. Bei der aktuellen Spielstätte, dem Waldwiesenstadion, bedarf es dazu einiger weniger Anpassungen. Die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD setzen sich dafür ein, das Waldwiesenstadion entsprechend den Anforderungen des DFB herzurichten. Notwendig ist dafür aber auch eine transparente Kostenaufstellung. Ein entsprechender Antrag dazu wurde gestern in der Ratsversammlung beschlossen (Drs. 0448/2026).

„Der sportliche Erfolg verdient eine Bühne, die trägt. Wir wollen, dass der Ball in der 2. Bundesliga der Frauen auch in Kiel rollen kann und zwar in einem Stadion, das sicher, barrierefrei und organisatorisch gut vorbereitet ist“, erklärt Christian Osbar, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. „Wir schlagen die Brücke zwischen Tempo und Verantwortung. Unser Änderungsantrag bringt Struktur in den Prozess. Statt nur eine kurzfristige Maßnahme zu fordern, schaffen wir eine belastbare Grundlage für Entscheidungen.“ 

Özgürcan Baş, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, sagt dazu:

„Die Holstein Women haben sich diese Perspektive sportlich verdient. Wenn der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingt, dann darf es nicht an der Infrastruktur scheitern. Im Vergleich zu den vielen Millionen Euro, die bereits in das Stadion der Männer und andere Projekte rund um Holstein Kiel investiert werden, handelt es sich bei der Waldwiese um eine überschaubare Maßnahme. Jetzt ist wichtig, dass die Verwaltung zügig handelt, damit die notwendigen Maßnahmen schnell umgesetzt werden können. Für den Endspurt der Saison drücken wir den Holstein Women fest die Daumen und hoffen, dass sie sich für ihre starke sportliche Entwicklung mit dem Aufstieg belohnen können. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir als Ratsversammlung frühzeitig Klarheit über die Kosten und die Finanzierung bekommen.

Für uns ist außerdem klar: Holstein Kiel muss sich deutlich zu den Women bekennen und sich auch selbst an den notwendigen Maßnahmen beteiligen. Die Stadt investiert bereits an vielen Stellen in die Infrastruktur des Vereins – vom Stadion über das Nachwuchsleistungszentrum bis zur Waldwiese. Deshalb erwarten wir, dass der Verein ebenfalls Verantwortung übernimmt. Nur so ist diese Investition auch gegenüber den vielen Breitensportvereinen in unserer Stadt gut zu begründen.“